Klettern am Blausandpfeiler am Salzburger Hochthron

Klettern am Blausandpfeiler am Salzburger Hochthron

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Das Untersberg-Massiv zieht sich über mehrere Kilometer vom Salzburger Hochthron hinüber bis zum Berchtesgadener-Hochthron. Eine dreistündige Wanderung über die Bergkette bietet eine phantastische Aussicht auf Salzburg, den Watzmann und das Dachstein-Massiv usw.

Für uns Kletterer ist jedoch die ca. 200 m steil abfallende Ostwand besonders  interessant. Am häufigsten besucht ist der Blausandpfeiler, ganz in der Nähe der Untersbergbahn. Von der Bergstation geht es über einen bequemen Wanderweg in 20 min. fast eben hinüber bis zur Abseilpiste des Blausandpfeilers. Wie in der Verdon-Schlucht steht man nach mehrmaligem Abseilen unten am Einstieg einiger schöner Mehrseillängenrouten auf engstem Raum. Von der gemütlichen 3+ bis zum sportlichen 8er ist hier für jeden Geschmack etwas geboten und das Klettern macht riesigen Spaß: Auch wenn die Wand eher plattenlastig ist, gibt es zahlreiche Löcher, Henkel und Leisten, gespickt mit Überhängen und luftigen Quergängen. Gelegentlich klettert man an Graspolstern vorbei, dazwischen ist der Fels jedoch sehr fest und trotz häufiger Begehungen immer noch sehr rau.

Der  Blausandpfeiler mit seinem kurzen bequemen Zustieg sowie den schönen Touren in nicht allzu steiler Wand ist immer wieder ein lohnendes Ziel. Erst Abseilen und dann Klettern: vielleicht liegt es auch an der umgekehrten Reihenfolge, was den Reiz des Gebietes ausmacht …

Absicherung

Überwiegend gut mit Bohrhaken, gelegentlich etwas weitere Abstände. Mit mittleren Friends kann zusätzlich optimiert werden, ist aber nicht zwingend bzw. überall möglich. Die Routen sind an den schweren Stellen vernünftig gesichert.

Material

12 Exen, Doppelseil, Abseilausrüstung, Helm, evtl. ein paar mittlere Friends

Talort

Untersbergbahn bei Grödig südlich von Salzburg. Bahnbetrieb 08:30 – 17:30 Uhr, Alpenvereins-Ermäßigung für das Ticket

Zustieg

Von der Bergstation auf breitem Wanderweg Richtung Salzburger Hochthron. Bei einer Senke unterhalb eines breiten Bretterzaunes nicht nach rechts über den Wanderweg weiter, sondern links über die renaturierte Piste hinauf zu einer Eisenstange mit Schautafel. Von hier leicht rechts haltend ca. 50 m hinab zum Rucksackdepot. Von der Bahn ca. 20 min.

Zustiegsbeschreibung

Abseilpiste

Vom Rucksackdepot zu einem Fixseil absteigen, das zur Abseilpiste leitet. Die zweite Abseillänge führt wieder zu einem Fixseil. Von hier nochmal zweimal Abseilen. Die Einstiege der Touren befinden sich im Aufstiegssinn gleich rechts der Abseilpiste.

Auswahl an Routen im Bereich der Abseilpiste am östlichen Blausandpfeiler

Blausandpfeiler am Salzburger Hochthron-001Mezzo Rosso

Kurze, anregende Kletterei, für Alpine Neulinge geeignet. Es kann entweder über den Dreierweg (3+) oder über „Au so Rauh“ (6+) weitergestiegen werden. Einstieg gleich am Ende der Abseilpiste. Schwierigkeiten: 4, 5+, 5-

Wenn der Vater mit dem Sohne

Schöne, abwechslungsreiche Tour mit Überängen und Quergängen. Im unteren Teil moderat, die letzten 3 Seillängen bieten anstrengende Überhänge bzw. Plattenpassagen. Die schwerste Stelle folgt ganz zum Schluss: eine senkrechte Platte kann frei 7 bzw. 5+ A0 überwunden werden. Im oberen Teil kreuzt sie den Dreierweg und es geht nach links weiter. Einstieg wenige Meter rechts der Abseilpiste. Schwierigkeiten: 5+, 5+, 6, 6-, 5-, 6+, 6+, 7 bzw. 5+ A0

Sesam öffne dich

Traumhafte Kletterei über Platten und Aufschwüngen. Für mich die beste Tour am Blausandpfeiler und weit darüber hinaus. Einstieg wenige Meter rechts der Abseilpiste, identisch mit „Wenn der Vater mit dem Sohne“. Die erste Seillänge von „Sesam“ führt diagonal nach rechts. Schwierigkeiten: 7, 6, 6+, 7+, 7+, 8, 8- 6-, 5+ (7- obligat.)

Weder blau noch Sand

Sehr schöne Plattenkletterei an Wasserrillen, Löchern und Leisten. Kreuzt die „Sesam“ nach der ersten Seillänge und biegt links ab. Einstieg ca. 20 m rechts von „Sesam“. Schwierigkeiten: 6, 6-, 4, 6-, 6+, 5, 3.

Topos

Kletterführer Berchtesgaden Ost, Panico Verlag

Übernachtungsmöglichkeit

Hochalm bei der Bergstation der Untersbergbahn. Voranmeldung erwünscht, siehe hochalm.net

 

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