Klettern am Klausenpass

Klettern am Klausenpass

Direkt zur Galerie

Auf dem Weg vom Allgäu Richtung Furkapass usw. ist ein Halt auf der Klausenpass-Höhe ein geeignetes Etappenziel. Hier kann man ungestört biwakieren bzw. im Auto übernachten und der abendliche Blick auf die Claridenstock-Nordwand und das Alpenpanorama sind sehr fotogen.

Die Klettermöglichkeiten am Klausenpass füllen mittlerweile einen eigenen Führer, so vielfältig ist das Programm hier. Der Südpfeiler am Chli Glatten ist wohl die meistbegangene Route in dieser Gegend. Der kurze Zustieg von einer knappen Stunde sorgt an schönen Sommer-Wochenendtagen allerdings auch für einen Belagerungszustand in dieser schönen Tour. Vor nicht allzu langer Zeit wurden hier weitere ältere Routen saniert, somit gibt es nun genügend Ausweichmöglichkeiten für einen stressfreien Klettertag.

Unsere Wahl fiel diesesmal auf den „Flachen Pfeiler“, rechts des Südpfeilers. Der Chli Glatten ist bekannt für seine horizonale Felsstrukturen, Aufleger und Tritte gibt es hier „en masse“. Die Route ist nicht ganz so homogen wie der Südpfeiler und teilweise etwas „unaufgeräumt“, bietet aber ebenfallls viele schöne Klettermeter. Hervorzuheben ist da die vorletzte 6a+ Seillänge mit einer traumhaft strukturierten Plattenzone. Darunter gibt es einige Querungen an Bändern, die geschickt durch die schwächsten Zonen der Wand leiten. Eingelagerte steile Aufschwünge sorgen dazwischen immer wieder für die nötige Spannung und das nächste Band zur Verschnaufpause am Stand lässt nicht lange auf sich warten …

Topo

Schwierigkeit

Maximal 7-, die schweren Stellen können auch A-Null geklettert werden, somit reduzieren sich die Gesamtanforderungen auf 5c+. Die Route ist in manchen Seillängen und den Querungen oft auch leichter.

Absicherung

Die Tour ist komplett mit Bohrhaken eingerichtet. Keile und Friends sind nicht erforderlich.

Material

Doppelseil, 12 Exen, Schlingen, Abseilausrüstung

Zustieg

Von der Klausenpasshöhe ca. 600 m nach Westen, anschließend Auffahrt zur Alpe Bödmer (Käseverkauf). Man geht zu Fuß über einen schmalen Weg bis zum Beginn der Almwiesen und über diese leicht links haltend empor, später über Geröll hinauf zum markanten Pfeiler. Der Routenname „Flacher Pfeiler“ ist am Einstieg angeschrieben. Vom Parkplatz Alpe Bödmer ca. 45 min.

Abstieg

Abseilen über die Route „Incognito“ (im Abstiegssinn links des „Flachen Pfeilers“). Im unteren Teil gelangt man in eine steile Schlucht-Verschneidung.

Topos

Schweiz Plaisir Ost, Filidor-Verlag

Übernachtung

Biwak oder im Auto auf der Passhöhe. Westlich davon befindet sich das Hotel Klausenpass mit weiterer Übernachtungsmöglichkeit

 

Galerie

Zurück zum Anfang vom Bericht

Schreibe einen Kommentar