Klettern am Monte Cimo

Klettern am Monte Cimo

Seit dem Erscheinen des Kletterführers „Monte Baldo Rock“ bekommt man einen umfassenden Überblick über die Klettergebiete zwischen dem Gardasee und Etschtal. Der Führer ist prall gefüllt mit unzähligen Routen aufgeteilt in 45 Sektoren. Die Autoren haben sich dazu mit vielen Geschichten bzw. Interviews verausgabt und geben einen Einblick in die dortige Kletterszene jenseits von Arco. Dabei kommen die eifrigen Erschließer bis von der Poebene herauf …

Aus den vielfältigen Klettermöglichkeiten hat man die Quahl der Wahl ein Ziel auszuwählen. Wir entschieden uns für den etwas höher gelegenen Sektor „Castel Presina“ am Monte Cimo. Der Weg führt vom Südende des Gardasees hinauf ins Hinterland des Monte Baldo. Für uns Arco-Kletterer eine völlig neue Gegend, die von abgelegenen Siedlungen und Landwirtschaft geprägt ist. Alles vollkommen idyllisch, weit und breit kein Tourismus, höchstens ein paar Biker, die hier ihre Runden drehen.

Der Zustieg führt wie so oft in dieser Gegend, durch die unüberschaubare Botanik. Über schmale Pfade absteigend wurde bald darauf der Blick ins tiefgelegene Etschtal frei: die Autobahn Trento – Verona, nur gut, dass wir da unten nicht im Stau standen. Etwas weiter erreichten wir den Wandfuß, der entlang einiger Namenschilder zu unserer Wunsch-Tour „Instabilità Emotive“ führte. Maximal 6b bzw. 5c obligatorisch, das hörte sich doch gut an …

Was dann folgte, war völlig entspanntes Klettern entlang von Verschneidungen, Quergängen und senkrechten Abschnitten. Obwohl die Wand recht steil ist, bietet sie doch immer wieder überraschend gute Griffmöglichkeiten. An manchen Stellen sind es gezackte Wandstrukturen, dann aber auch wieder graue Platten mit Tropflöchern. Die Kletterei ist sehr homogen und durchwegs spannend, die schweren Stellen nur kurz und gut gesichert. Es handelt sich dabei um eine sehr elegante Linie und die Wiederholungsgefahr ist sehr groß. Besser wie manch eine Arco-Tour. Deshalb lohnt es sich auch mal von dort aus den Monte Cimo zu besuchen, vielleicht in Verbindung mit Verona?

Schwierigkeit

Meistens 5c bis 6a, gelegentlich etwas schwerer. 5c obligatorisch. Die Schwierigkeitsangaben im Führer sind sehr human. Ca. 150 m Wandhöhe bzw. 7 Seillängen.

Absicherung

Die Tour ist sportkletterähnlich abgesichert. Es sind keine mobilen Sicherungsgeräte nötig.

Material

50-Meter-Einfach- oder Doppelseil. 12 Exen.

Ausgangspunkt

Von Garda nach Norden Richtung Affi und dann weiter nach Spiazzi/Ferrara. Beim Restaurant „Alla Baita“ zweigt eine schmale Teerstraße nach rechts ab, der man ca. 1 km abwärts folgt. Am Staßenrand befinden sich beschränkte Parkmöglichkeiten.

Zustieg

Über einen absteigenden Pfad folgt man nach Norden den Schildern „La Baita“, etwas später „Castel Presina“. Hier gelangt man linkshaltend zum Wandfuß, der ca. 200 m nach reichts bis zum angeschriebenen Einstieg gequert wird. Ca. 30 Minuten.

Abstieg

Über Pfade durch die Botanik zurück zum Ausgangspunkt. Ca. 15 Minuten.

Topos

Kletterführer „Monte Baldo Rock“ www.kletterfuehrer.net

Bildgallerie

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