Klettern am Monte Colt

Klettern am Monte Colt

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Der Monte Colt zählt zu den älteren Klettergebieten im Sarca-Tal. Durch die vielen Neuerschließungen der letzten Jahre, allen voran der Parete San Paolo, ist die darüberliegende Wand mittlerweile zu Unrecht etwas in Vergessenheit geraten. Man befindet sich hier in einem sehr ruhigen Ambiente abseits des Arco-Rummels und bereits der Zustieg durch’s malerische Laghel Tal ist von einer schönen Natur umgeben.

Das breitgezogene Massiv bietet an der durchschnittlich 120 Meter hohen Wand viele Mehrseillängen-Routen sowie einige Baseclimbs. Guiseppe Mantovani war einer der ersten, der hier mit viel Engagement mehrere herrliche Linien eingerichtet hat. Allen voran die „Perla Nera“ und „Tredicesima Luna“, den beliebtesten Anstiegen im 6a-Bereich an der Wand. Die Felsbeschaffenheit ist sehr vielseitig, teilweise versintert oder mit Tropflöchern versehen. Rotbraune Wandbereiche wechseln sich mit grauem gut strukturiertem Plattenkalk ab.

Die meisten Routen am Monte Colt sind perfekt mit Bohrhaken gesichert, manche davon weisen aber mittlerweile schon die ein oder andere Speckstelle auf. Aufgrund der ostseitigen Ausrichtung kann hier an heißen Tagen nachmittags angenehm im Schatten geklettert werden. Da die Routen mit bis zu 4 Seillängen relativ kurz sind, können auch mehrere Routen an einem Tag begangen werden. Ein bequemer Wanderweg führt vom Gipfel zurück zu den Einstiegen.

Bei unserem letzten Besuch entschieden wir uns für die „Vento Caldo del Sud“. Es geht bei dieser Tour gleich von Anfang an steil zur Sache und die Schwierigkeiten bleiben anhaltend im 6a bis 6b Bereich. In der ersten Seillänge klettert man tendenziell nach rechts, um nicht in die Nachbar-Route „Zio Paperone“ zu gelangen. Die Tour wird nach oben hin immer ausgesetzter und leitet über ein kleines Dach hinauf zur technisch anspruchsvollen Ausstiegswand. Die schwersten Stellen können auch A-Null geklettert werden, dazwischen muss der angegebene Schwierigkeitsgrad allerdings beherrscht werden.

Schwierigkeit

Anhaltend 6a, mit einigen Stelle bis 6b+. (6a obligatorisch)

Topo

arcowall.com

Absicherung

Laut Kletterführer S1, was einer klettergarten-ähnlichen Absicherung mit Bohrhaken entspricht.

Material

Einfach oder Doppelseil, 12 Exen

Zustieg

Von Arco Richung Laghel bis zu einer Kapelle mit Brunnen. Hier ca. 2 Kilometer geradeaus weiter bis zu einem Parkplatz auf der rechten Straßenseite. Man folgt der Beschilderung und dem Wanderweg nach rechts bis man einen ebenen Bergrücken erreicht (Strommasten). Der Weg führt nun bergab Richtung Sarcatal und über eine Eisenleiter zum Wandfuß. Hier geht man ca. 200 Meter nach rechts durch den Wald bis zum markierten Einstieg.

Abstieg

Vom Ausstieg der Route nach rechts durch den Wald bis man auf einen ausgetretenen Pfad trifft. Hier wieder nach rechts zum Zustiegsweg.

Übersicht

arcowall.com

Literatur

Kletterführer „Hohe Wände bei Arco“. www.klettern-shop.de

 

Galerie

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