„Oasi nel Silenzio“ an der Parete Volta di Nò

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Es ist wahrlich eine „Oase der Ruhe“. Die „Parete Volta di Nò“ liegt fernab des Mainstreams in einem kleinen entlegenen Tal über den Dächern von Riva. Man muss schon genau hinhören um irgendetwas wahrzunehmen: vielleicht ist es das Rauschen der Blätter oder das Gepiepse eines Vogels, der über die Laubwälder dahinfliegt. Beim Zustieg stehen ein paar alte Steinhäuser in der Landschaft, ein wahrer Traum hier zu wohnen …

Guiseppe Mantovani, einer der bekannten Erschließer im Sarcatal, entdeckte diese sagenhafte Verschneidungs-Linie, die durch die Parete Volta di Nò hindurchzieht. Er verpasste ihr eine sportkletterähnliche Absicherung und wohl kaum jemand wird sich darüber beschweren: die ersten paar Einstiegsmeter und die letze Seillänge sind im 8. bis 9. Schwierigkeitsgrad angesiedelt, was aber auch technisch geklettert werden kann. Besonders die letzte Seillänge ist überhängend, sehr lang und anstrengend. Die Mitnahme einer „Panikexe“ leistet hier gute Dienste …

Nach der ersten Länge leitet ein kurzer Quergang in steile Wandkletterei über, und das war’s dann auch schon mit der Abwechslung. Danach folgt eine Reihe von Verschneidungen bis zum Ausstieg hinauf. Hände in den Riss, Füße an die Wand: und die ist fast immer mit einer korallenartigen Oberfläche behaftet. Da die Tour erst seit kurzem im neuen Arco-Kletterführer steht, hielten sich die Begehungen bisher in Grenzen. Somit ist der Fels noch so genial rau, wie zu Zeiten der Erstbegehung.

Wer dem Arco-Rummel entfliehen möchte, eine „Oase der Ruhe“ sucht und Verschneidungen liebt, ist hier richtig. Allerdings stellen der Zu- und Abstieg vorort gewisse Ansprüche an pfadfinderische Fähigkeiten … Der Weg zum Einstieg und das Topo sind jedoch weiter unten bei „Webinfo“ graphisch beschrieben.

Schwierigkeit

Durchgehend 6a bis 6b. Die erste und letzte Seillänge jeweils 6a A0 bzw. frei geklettert 7a/b. Beide Längen sind sehr athletisch. (Insgesamt 6a obligatorisch)

Absicherung

Die Route ist sportkletterähnlich mit Bohrhaken abgesichert.

Ausrüstung

50-Meter-Einfachseil, 14 Exen

Ausgangspunkt

Volta di Nò in der Nähe von Tenno. Man fährt bei Volta di Nò durch den Ort und ca. 1 km weiter zu einer Linkskehre. Hier befinden sich kleine Parkbuchten am Straßenrand.

Zustieg

Vom Parkplatz nach rechts entlang eines leicht ansteigenden Sträßchens an zwei Häusern vorbei. Der Weg führt in den Wald hinein und macht nach ca. 500 m einen Links-Rechts-Bogen. Man folgt dem Weg bis zum Ende und steigt linkshaltend durch den Wald hinauf. Der angeschriebene Einstieg befindet sich unter einer markanten Verschneidung. Ca. 30 Minuten.

Abstieg

Vom Ausstieg steil den Wald hinauf, bis man auf einen Schotterweg trifft. Hier nach links und bei der ersten Abzweigung wieder linkshaltend zurück zum Ausgangspunkt. Ca. 1 Stunde.

Topo

Kletterführer „Hohe Wände bei Arco“, Band 1 www.kletterfuehrer.net

Webinfo

www.scuolagraffer.it

Bildgalerie

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