Skitour auf die Güntlespitze

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Während bei den meisten Kleinwalsertaler Skitourenzielen ein mehr oder weniger langer Talhatscher zu bewältigen ist, gewinnt man bei der Güntlespitze von Beginn an rasch an Höhe. Der untere Teil liegt lange Zeit im Schatten, sodass sich hier der Schnee bis weit ins Frühjahr hinein hält. Weiter oben weiten sich die Hänge aus und es ist mit vermehrter Sonneneinstrahlung zu rechnen. Über ein paar Kuppen erreicht man ein kurzes Flachstück, das zur Nordflanke der Güntlespitze hinaufführt. Bei Vereisung ist es hier ratsam, die Harscheisen anzulegen. Danach trifft man auf den Gipfelgrat, dem steilsten Stück auf der Skitour. Je nach Verhältnissen müssen die Skier evtl. getragen oder deponiert werden, um den Gipfel sicher zu erreichen. Hier bekommt man einen tollen Blick auf den Allgäuer Hauptkamm bis hinüber in den Bregenzer Wald.

Die vielleicht eleganteste Skitour im Bereich des Kleinwalsertals bietet eine zügige Abfahrt ohne Botanik und mühsame Schieberei bis ins Tal hinab. Dazwischen sind immer wieder ideale Skihänge eingestreut, die je nach Ausrichtung bzw. Jahreszeit Pulverschnee oder Firn bieten. Einziges Problem: die Parkplätze sind in Baad von den Frühaufstehern bereits um 7 Uhr morgens randvoll zugeparkt. Doch am späten Vormittag werden die ersten Plätze bereits wieder frei und dann reicht die Zeit immer noch für die Güntlespitze …

Anspruch

Der Aufstieg ist für geübte Skitourengeher bis zum Gipfelaufbau relativ einfach. Hier geht es dann etwas steiler zur Sache und erfodert ein sicheres Gehen an exponierten Hängen.

Höhenmeter

Ca. 850 Hm

Einfache Distanz

Ca. 4,5 km

Zeitbedarf

Ca. 2,5 bis 3 Std. für den Aufstieg

Ca. 1 Stunde für die Abfahrt

Lawinengefahr

Die Skitour ist bis Lawinenstufe 2 zu empfehlen.

Beste Jahreszeit

Januar bis April

Ausgangspunkt

Baad (1244 m) im Kleinwalsertal. Es gibt mehrere gebührenpflichtige Parkplätze

Orientierung

Vom oberen Parkplatz ca. 150 m entlang des rechten Ufers der Breitach bis zu einer Brücke. Auf der gegenüberliegenden Uferseite bei der Imbiss-Stube „Wildfütterung“ gleich nach rechts entlang des Baches. Nach ca. 150 m zweigt der Weg nach links ins Derratal ab. Hier über den Ziehweg entlang der linken Talseite bis zum Talschluss. Man überquert den Derrabach nach rechts und steigt über die freien Hänge zur Spitalalpe auf. Von hier weiter taleinwärts und wenig später nach links über einen etwas steileren Hang auf ein kleine Abflachung. Man folgt dem breiten Grat nach rechts und umgeht eine Kuppe auf der rechten Seite. Ein langgezogenes santansteigendes Flachstück führt hinauf zum markanten Nordhang der Güntlespitze. Hier über eine lange Querung nach links zum Gipfelgrat und anschließend nach steil nach rechts auf den höchsten Punkt (2092 m). Bei sicheren Verhältnissen kann der Gipfel auch entlang des Südhangs erreicht werden.

Abfahrt

Am schönsten ist die Abfahrt über den Aufstiegsweg. Es kann aber auch über den Südhang in ein Nebental abgefahren werden. Hier ist jedoch mit einer langen Querung und je nach Schneelage mit umständlicher Botanik zu rechnen. Diese Variante mündet im unteren Bereich am Derrabach wieder auf den Aufstiegsweg.

Literatur

Skitourenführer Allgäu www.panico.de

Webinfo

www.tourentipp.com

www.outdooractive.com

Bildgallerie

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1 Gedanke zu „Skitour auf die Güntlespitze“

  1. Sehr netter Bericht + Fotos. Muss ich demnächst auch noch machen.

    Die Sache mit dem Parken muss ich leider bestätigen.
    So war es auch vor drei Wochen bei meiner Tour zur Höferspitze!!

    Nette Seite hast Du.

    Weiter so

    Grüße

    Da flori

    Antworten

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