Skitour auf die Holzgauer Wetterspitze im Lechtal

Skitour auf die Holzgauer Wetterspitze im Lechtal

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Die Holzgauer Wetterspitze ist einer der höchsten und eindrucksvollsten Gipfel der Lechtaler Alpen. Als Skitour zählt sie zu den längsten mit einem Höhenunterschied von rund 1800 Höhenmetern. Sie kann als Tagestour gegangen werden oder mit Übernachtung im Winterraum der Frederik-Simms-Hütte.

Von Reutte kommend: nach Stockach im Lechtal überquert die Straße den Lech. Kurz vor der Brücke biegt man links ab und fährt bis zum „Lechtalhaus Brand“. Dort gibt es bequeme Parkmöglichkeiten.

Nun geht es über Kehren zu Fuß weiter ins Sulzltal und nach ca. 30 Minuten erreicht man die ersten Tunnels. Üblicherweise rinnt hier im Winter Wasser über den Fahrweg hinweg, so dass er mit einer dicken Eisschicht überzogen wird. In manchen Wintern lassen sich die Tunnels nur mit Steigeisen passieren. Doch diesesmal hatten wir Glück, und kamen relativ „eisfrei“ durch.

Der Weiterweg zieht gemütlich an der Sulzlalm vorbei und immer nur leicht ansteigend bis ans Talende (vom Parkplatz vielleicht 2 Stunden). Links oben ist die Simms-Hütte schon längst sichtbar, dahinter beginnt der anstrengendste Teil der Tour, die Bewältigung eines riesigen 800 m hohen Nordwesthangs stand bevor. Da gab es zwar alte Spuren, die jedoch leider oft verweht waren. Nach weiteren 2 Stunden steilem Aufstieg erreichten wir das breite Fallenbacher Joch zwischen Wetter- und Feuerspitze.

Verschnaufpause, der Hang hatte es in sich. Wir mussten sogar die Skier abschnallen, weil das Spuren im steilen Gelände zu anstrengend war. Schließlich wurde es wieder flacher und in einer Linksschlaufe ging es Richtung Gipfel zum Skidepot. Ein kuppierter Grat führte zum Gipfelaufbau, kombiniertes Gelände, ein Mix aus Schnee und Felskletterei bis zum 3. Schwierigkeitsgrad. Rote Markierungen und Drahtseile vom Sommerweg leiten auf den höchsten Punkt und nach 5 ½ Stunden wurden wir mit einer grandiosen Aussicht in alle Himmelsrichtungen belohnt.

Alles in allem eine sehr ergiebige Unternehmung: der Weg durch die Tunnels, das ruhige entlegene Sulzltal, ein exponierter Felsgipfel, der bis ins Frühjahr schattige Nordwesthang mit Pulvergarantie und eine ewig lange Talfahrt über den Ziehweg zurück zum Parkplatz. Trotz der ihrer Länge, ist die Tour im Spätwinter, wenn die Tage schon wieder länger werden, gut an einem Tag machbar.
 

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