Skitour auf die Seebleskarspitze in den Lechtaler Alpen

Skitour auf die Seebleskarspitze in den Lechtaler Alpen

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Der einzige Haken an der Seebleskarspitze ist der lange, über weite Strecken flache Ziehweg vom Lechtal hinauf zur Grießbach Alm. Mit 1,5 Stunden Hatscherei muß man hier rechnen, dafür bekommt man anschließend einen Rießenhang mit 900 Höhenmetern zur Belohnung … aber erst bei der Abfahrt. Der Grat vom Skidepot zum Gipfel ist zwar lang, aber relativ unkompliziert. Gelegentliche Felspassagen sind gutmütig und auf den überwächteten Flanken kommt fast schon Westalpen-Feeling auf. Trotz des langen Zustiegs erlangt die Skitour wegen ihrer Überschaubarkeit mittlerweile den Rang einer Modetour.

Die Grießbach Alm (im Winter geschlossen) ist Ausgangspunkt für weitere exclusive Ziele wie die Ruitel- oder Zwölferspitze. Die Skitour zum Großstein zweigt in das linke Seitental ab und gehört zu den längsten Winter-Unternehmungen in den Lechtaler Alpen. Aufgrund der nordseitigen Schattenlage hält sich der Pulverschnee in dieser Gegend bis ins Frühjahr hinein. Wenn da nicht wieder dieser Ziehweg wäre, der bereits im März schnell ausapert. Aber vielleicht freut sich ja der ein oder andere Biker darüber und schnallt sich seine Skier an den Rucksack …

Ausgangspunkt

Von Reutte kommend fährt man durchs Lechtal hinauf nach Häselgehr. Wenige Kilometer später erreicht man links die Abzweigung nach Grießau zum Parkplatz der Grießbach Alm.

Wegbeschreibung

Ein leicht ansteigender Ziehweg führt  ca. 1 km nach rechts. Bei einer Kehre dreht  sich die Richtung um 90 Grad und man geht einen weiteren Kilometer geradeaus ansteigend. Schließlich erreicht man das Grießbachtal, auf dessen rechten Seite ein flacher langezogener Weg mehrere Kilometer zur Grießbach Alm führt. Schon von Weitem ist das markante Seebleskar zu erkennen, das sich direkt an den Talweg anschließt. Man steigt über die weiten Hänge hinauf und hält sich im oberen flacheren Drittel nach links zum Gipfelaufbau. Über steile Zick-Zack-Spuren gelangt man nach rechts zum Skidepot bei einer Scharte. Der Gipfelgrat zieht nach links leicht ansteigend mit Schneegestapfe über Kuppen und Flanken, aber auch gelegentlichen leichten Felspassagen hinauf zum höchsten Punkt.

ZustiegZeitbedarf

Vom Parkplatz Grießau zur Grießbach Alm ca. 1,5 Stunden
Von der Grießbach Alm zum Skidepot ca. 2,5 Stunden
Vom Skidepot zum Gipfel ca. 0,5 Stunden
Insgesamt ca. 4 – 5 Stunden

Abfahrt

Wie Aufstieg. Vom Gipfel ca. 1,5 Stunden zurück ins Tal

Anspruch

1500 Höhenmeter und ca. 6 Kilometer Gehstrecke verlangen eine gute Ausdauer. Die letzten 150 m zum Skidepot sind steil und teilweise anstrengend. Das Tragen der Skier kann bei vorhandener Spur den Anstieg erleichtern. Der Gipfelgrat ist im 2. Schwierigkeitsgrad und bei Wächtenbildung mit Vorsicht zu genießen. Die Tour sollte nur bei sicheren Verhältnissen bei maximal Lawinenwarnstufe 2 angegangen werden.

Literatur

Skitourenführer Lechtal, Panico Verlag

Übernachtung

Verschiedene Pensionen bzw. Gasthöfe im Lechtal

 

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