Skitour zur Schijenfluh im Rätikon

Skitour zur Schijenfluh im Rätikon

Direkt zur Galerie

Die Schijenfluh im Rätikon ist unter Kletterern bekannt für seine steil abfallende Westwand. Dort hat der Schweizer Pionier Max Niedermann schon vor langer Zeit die Westverschneidung erstbegangen. Damals eine Meisterleistung, heutzutage trotz Sanierung immer noch anspruchsvoll. Mittlerweile kamen auch schon Kreationen im 10. Grad dazu, vielmehr lässt sich hier leider nicht verwirklichen …

Aber ich will hier ja über Skitouren berichten . An unserem verlängerten Wochenende entschieden wir uns neben der Sulzfluh-Umrundung auch für eine Skibesteigung der Schijenfluh. Und wir wurden nicht enttäuscht: Landschaftlich einmalig, fernab vom Mainstream, unverspurter Pulver und eine interessante Wegführung auf den Gipfel. Wir durften selber spuren, was die Sache doch gleich interessanter machte. Doch mit dem richtigen Riecher fanden auch wir auf den einsamen Gipfel.

Ausgangspunkt

St. Antönien im Prättigau/Schweiz. Ca. 2 km taleinwärts bis zum Parkplatz P5 vor der Wintersperre.

Stützpunkt

Wir übernachteten in einer Pension in St. Antönien. Strategisch günstiger ist jedoch eine Unterkunft in Partnun, ca. 5 Km über St. Antönien (Gasthaus „Alpenrösli“ oder „Sulzfluh“). Von hier aus spart man sich den täglichen Talhatscher von ca. 3 km.

Aufstiegsbeschreibung

Von Partnun horizontal westwärts in das offensichtliche Tal rechts einer langgezogenen Steilwand mit Höhlen. Am Talende ansteigend und in einer scharfen Linkskurve steil hinauf zur „Engi“, einem Durchschlupf, der in die obere Ebene „Plasseggen“ führt. Nun ca. 2 Km immer flach ansteigend, zuletzt wieder hinab, zur Landesgrenze nach Österreich, dem „Plasseggen Pass“ mit einem alten Zollhaus. Ein Stück davor geht es im 90-Grad-Winkel nach links über eine Steilstufe in ein enges Tälchen, das weit nach oben führt. Noch eine Steilstufe, eine Querung und zum Schluss flach zum Gipfel mit einem Holzkreuz aus Ästen. Von hier aus bietet sich eine geniale Fernsicht in alle Himmelsrichtungen sowie zum benachbarten Gemstobel, der den Skitouren-Anstieg zur Sulzfluh ermöglicht. Herz, was willst du mehr …

[bfooer]

Schreibe einen Kommentar