Skitouren auf der Schweinfurter Hütte

Skitouren auf der Schweinfurter Hütte

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Die Schweinfurter Hütte wird bis heute von den Skitourengehern beihnahe stiefmütterlich behandelt. Und dies ganz zu Unrecht. Wenn an schönen Frühjahrswochenenden die Amberger Hütte, das Westfalenhaus und die Franz-Senn-Hütte aus allen Nahten platzen, dann findet man auf der Schweinfurter Hütte in der Regel immer noch ein Quartier. Vielleicht ist die Hütte vielen etwas zu versteckt, so manch einer mag möglicherweise noch nie was von ihr gehört haben. Dabei ist sie so schnell und leicht erreichbar wie wenige Stützpunkte in den Zentralalpen. Hier trifft man auf Tagesgäste, Rodler oder Locals, die sich nach der Arbeit noch schnell ein „Workout“ mit anschließendem „Hüttenhock“ gönnen. Auch für Ski-Durchquerungen der Stubaier Alpen ist sie eine beliebte Anlaufstelle

Die gutgeführte Unterkunft ist bereits ab Anfang Februar geöffnet und ermöglicht somit einen relativ frühen Zugang in die 3000er Region. Einige überaus genussreiche Skiunternehmungen vermögen eine Tourenwoche auszufüllen. Der Höhepunkt ist mit Sicherheit der Breite Grießkogel. Der Weg führt durch ein weites einsames Tal hinauf zum Zwieselbachjoch und es gilt einen Gletscher zu durchqueren. Von hier sind es immer noch zwei Stunden auf den Gipfel (3287 m) mit phantastischem Blick in die Ötztaler Alpen.

Kraspesspitze 2953 m

Der Hausberg der Schweinfurter Hütte bietet im Frühjahr aufgrund des südseitigen Anstiegs durchgehend phantastische Firnverhältnisse. Gleich von der Hütte geht es in nördliche Richtung steil bergauf. Nach ca. 400 Hm beginnt der Übergang taleinwärts in flacheres Gelände. Zuletzt steilt sich der Gipfelaufbau wieder etwas auf und der Gipfel kann bei genügend Schneemenge mit Skiern betreten werden. Ca. 1000 Hm bzw. 3 Std. Aufstiegszeit.

Hohe Wasserfalle 3002 m

Etwas unterhalb der Hütte setzt in Höhe der Horlachalm ein Weg an, der nach rechts schräg ansteigend durch den Wald ins Finstertal hineinführt. Hinter der kleinen Finstertalalm befindet sich ein ebener Talboden. Hier nach links einen Hang hinauf und später nach rechts zu einem Steilhang, über den man in das Lange Wannenkar kommt. Das wenig geneigte Kar wird ausgegangen, dann immer steiler, schließlich nach rechts durch einen Schrofenriegel auf den Grat und über diesen zu Gipfel. Ca. 1000 Hm bzw. 3 Std. Aufstiegszeit.

Hochreichkopf 3008 m

Wie bei der Hohen Wasserfalle beschrieben, bis zur Finstertalalm. Nun immer über gelegentliche Steilstufen taleinwärts. Später rechtshaltend den steilen Hang des gut sichtbaren Hochreichkopfes empor. Skidepot auf dem langgezogenen Grat. Man gelangt in leichter Kletterei nach links auf den Gipfel. Ca. 1000 Hm bzw. 3,5 Std. Aufstiegszeit.

Schartlkopf 2831 m

Eine gemütliche 800-Meter-Tour, die sich besonders am Anreisetag anbietet. Man wandert eine gute halbe Stunde das Zwieselbachtal hinein. Anschließend geht es nach links in das erste markante Seitental empor. Nun immer weiter taleinwärts auf die „Breite Scharte“. Skidepot. Der Schartlkopf wird nach links über den schrofigen Kamm bestiegen. Ca. 800 Hm bzw. 2,5 Stunden Aufstiegszeit.

Breiter Grießkogel 3287 m

Der Weg führt selbsterklärend stets taleinwärts durch das langgezogene Zwieselbachtal. Unterhalb des Zwieselbachjochs überschreitet man einen kleinen zugeschneiten Gletscher, der keine Gletscherausrüstung erfordert. Vom Zwieselbachjoch (2868 m) bietet sich bereits ein schöner Blick zum Breiten Grießkogel. Man fährt ein kurzes Stück ab und gelangt über leicht ansteigendes Gelände zum steilen Gipfelhang. Hier linkshaltend auf den langgezogenen Gipfelgrat, anschließend nach rechts zum höchsten Punkt. Ca. 1300 Hm bzw. 5 Stunden.

Talort

Umhausen im Ötztal. Von hier über die gut ausgebaute Straße hinauf nach Niederthai. Es befindet sich ein großer Parkplatz am Ortsende.

Hüttenanstieg

Über einen flach ansteigenden Forstweg hinauf zur Schweinfurter Hütte. Ca. 2 Std.

Übernachtung

Auf der Schweinfurter Hütte (2028 m). Reservierung unter

www.dav-schweinfurt.de

Lawinensituation

Sämtliche Skitouren können aufgrund des meist steilen Gipfelaufbaus nur bis Lawinenwarnstufe 2 unternommen werden.

Literatur

Skitourenführer Stubaier Alpen. www.panico.de

 

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