“Transeamus” an der Cima alle Coste

4.5
(2)

Auf der Landstraße von Sarche hinab nach Arco, fällt der markante Plattenpanzer an der Cima alle Coste schon von Weitem ins Auge. Wegen der guten Felsqualität gibt es hier bis heute bereits über 50 Routen vom Baseclimb bis hin zur 20-Seillängen-Tour. Die Wahl fällt mittlerweile schwer … „Transeamus“ ist eine der ersten modernen Bohrhaken-Linien an der Wand und stammt von Roly Galvagni, einem der bekannten Mit-Erschließer des Sarcatals. Markenzeichen seiner Kreationen sind die vernünftige Absicherung und das Gespür für kletterbare Linien.

Die Tour führt durch den rechten Bereich der mächtigen Plattenflucht an der Cima alle Coste. Aus der Ferne betrachtet, sieht die Wand furchtbar glatt aus, vorort sieht die Sache dann gleich ganz anders aus: da gibt es immer wieder gestufte Unterbrechungen, gut strukturierte Passagen mit Leisten und Kanten, die über weite Strecken ein genussvolles Klettern bieten. Galvagni fand hier einen Weg, der den Schwierigkeitsgrad 6a in nur wenigen Seillängen überschreitet. Unterwegs trifft man immer wieder auf horizontale Bänder, wo sich bequeme Standplätze befinden.

Laut Kletterführer ist die Transeamus „eine der schönsten und interessantesten Kletterrouten in diesem Sektor mit anhaltend schwieriger, aber schöner und lohnender Kletterei“. Und ein Blogger meint: „Die Route hat ihre 5 Sterne verdient“. Was mich betrifft: ich war vielleicht schon fünfmal in der Tour – und dies nicht ohne Grund …

Vorteilhaft ist allerdings eine solide Klettererfahrung, denn trotz der akzeptablen Absicherung muß von den Haken immer wieder ein gutes Stück weggestiegen werden. Schon zum ersten Fixpunkt hinauf ist es weit … Doch wer die ersten beiden Seillängen in der Tasche hat, bekommt gleich darauf die Eintrittskarte für den Rest der Tour. Die Wand liegt nachmittags im Schatten und ist deshalb vielleicht eine Option für heiße Sommertage.

Schwierigkeit
Überwiegend 6a, gelegentlich etwas leichter. Maximal 6b (6a obligatorisch)

Absicherung
Die Route ist ausreichend bis gut mit Bohrhaken abgesichert (S2). Keile und Friends können gelegentlich eingesetzt werden.

Ausrüstung
60-Meter-Doppelseil, 12 Exen, Abseilausrüstung

Ausgangspunkt
Auf der Straße von Arco Richtung Sarche hinauf befindet sich etwa auf halber Strecke der Lago Bagattoli. Kurz vor einer Tankstelle bei einer Kapelle biegt man nach links in eine Forstraße ab. Man folgt ihr bis zur Schranke am kleinen Bagattoli-See und parkt dort.

Zustieg
Auf der Forststraße weiter bis zur zweiten Kehre und dann nach links. Nach einem Steilstück zweigen rechts Pfadspuren ab. Hier bergauf bis zu einer breiten Felsflanke. Der breite Vorbau “Lo Scudo” wird von links her umgangen. Man quert über Bänder nach rechts bis der obere Wandfuß erreicht wird. Der Einstieg befindet sich zwischen „Nuvole Biance“ und „Sesto Grado“. Ein blauer Haken weit oben weist den Weg.

Abstieg
Abseilen über die Tour

Topos
Kletterführer „Hohe Wände bei Arco“ Band II www.kletterfuehrer.net

Webinfo
www.youtube.com
www.alpenverein.at

Bildgallerie

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