Im Klettergarten Tisner Auen hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Nachdem die alten Routen saniert wurden und einige neue Linien dazu kamen, wurde im unteren Bereich zusätzlich noch ein kleiner Sektor erschlossen, der nun auch etwas für Anfänger zu bieten hat. Hier ist der steile Wandfuß aufwändig mit Treppen und Podesten zum Sichern eingerichtet.
Man klettert an der leicht geneigten Porphyr-Wand vor allem in Rissen, Verschneidungen und an Kanten mit Leisten und Auflegern. Dabei ist eine gute Klemm-, Stemm- und Fußtechnik verlangt, um an’s Ziel zu kommen. Wegen des plattigen Charakters muss hier oft auf Reibung geklettert werden. Die Routen sind teilweise recht lang, zudem hart bewertet, was eine solide Ausdauer verlangt.
Wegen des kurzen Zustiegs ist der Klettergarten relativ beliebt. Durch die ostseitige Ausrichtung kann hier vormittags in der Sonne und nachmittags im Schatten geklettert werden. Nach Regenfällen trocknet der Fels an den Granit-Platten schnell wieder ab. Da sich der Klettergarten im Etschtal mit mildem, submediterranen Klima befindet, kann man hier fast das ganze Jahr über klettern.
Routenangebot
Ca. 50 Routen im Schwierigkeitsgrad 4a bis 8a. Der Schwerpunkt liegt in den mittleren Graden.
Absicherung
Die Routen sind zwar gut mit Bohrhaken eingerichtet, es ist aber immer wieder mit zwingendenen Kletterpassagen zu rechnen.
Ausrüstung
70-Meter-Sportkletterseil, 12 Exen. In den Rissen können zusätzlich Friends gelegt werden.
Ausgangspunkt
Die Ortschaft Gargazon zwischen Meran und Bozen. Man fährt von Gargazon Richtung Mülldeponie, kurz davor befindet sich der Klettergarten wenige Meter über der Straße.
Literatur
Kletterführer Sportklettern in Südtirol www.panico.de
Webinfo
www.thecrag.com
www.merano-suedtirol.it
Bildgallerie
