„Jedem Tierchen sein Plaisirchen“ am Gimpel-Vorbau

„Jedem Tierchen sein Plaisirchen“ am Gimpel-Vorbau

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Im etwas versteckten Wandbereich der beiden Routen „Zeit zum Fädeln und Weizenglas“ waren für Tannheimer Verhältnisse immer relativ wenig Kletterer unterwegs. Der unangenehm schrofige Zustieg und die gelegentliche Selbstabsicherung an Sanduhren sorgte lediglich in der schönen „Zeit zum Fädeln“ für wenige Begehungen. Das „Weizenglas“ durch eine oft feuchte Schlucht ist nach wie vor für die alpin ambitionierten Kletterer interessant.

Vor geraumer Zeit entdeckte ich eine logische Zustiegsvariante über einen Vorbau in diesen kleinen Sektor. Wir nahmen die Linie in Angriff, erreichten eine schmale Scharte und kletterten über die „Zeit zum Fädeln“ hinauf zum schrofigen Grat des Gimpel-Vorbaus. Bei der anschließenden Abseilfahrt entdeckte ich im rechten Wandbereich schöne Felsfluchten, die sich für eine Neutour eigneten.

Ich war hin- und hergerissen, irgendwie wird das hier alles ziemlich eng. Zeit zum Fädeln, Weizenglas, dazwischen eine neue Linie. Wie soll man hier abseilen, um nachfolgende Seilschaften mit Steinschlag nicht zu gefährden? Dann die rettende Idee. Jörg meinte eher beiläufig, man könne ja auch hinüber zum Gimpel-Normalweg absteigen. Am nächsten Tag kam Daniel hinzu und wir fanden einen kletterbaren Weg durch die kompakte Schluchtwand. Ziel war dabei auch, eine möglichst gängige und homogene Linie einzurichten, die einigermaßen zu den Längen am Vorbau passte. Der Gipfelgrat bot dazu eine steile Headwall mit einer schönen Henkel-Parade, die wir ohne zu zögern anhängten. Vom Ausstieg der „Zeit zum Fädeln“ fanden wir zusätzlich einen Rechts-Quergang, der hinüber zur neuen Tour führt. Und wer vom „Paradies“ aussteigt, kann nun die neuen Seillängen in der Headwall auch noch hinaufklettern.

So kommen im „Plaisirchen“ vom Einstieg bis zum Top je nach Einhaltung der Stände  9 schöne Seillängen in rauen und kompakten Felszonen zusammen. Wer Stände mutig überspringt und nicht ausreichend verlängert, muss dann allerdings auch mit Seilzug rechnen. In der Mitte gelangt man auf wenige Meter in die Nähe der „Zeit zum Fädeln“, wo man sich rechts hält.

Aufgrund der geschickten Linienführung ist die Kletterei sehr vielseitig bzw. abwechslungsreich. Die Tour bietet  steile Wandkletterei, luftige Quergänge, ausgesetzte Verschneidungs- bzw. Kaminkletterei, abschüssige Platten und griffige Aufschwünge. Eine optimale Absicherung mit Bohrhaken erlaubt sicheres Klettern im Vorstieg. Es sollten jedoch nur Seilschaften einsteigen, die den 5. bis 6. Schwierigkeitsgrad sicher beherrschen. Einige Seillängen sind auch leichter und können genussvoll geklettert werden.

Das Gesamt-Erlebnis wird durch den Fußabstieg über den Gimpel-Normalweg abgerundet. Dieser ist landschaftlich reizvoll und zeitlich betrachtet günstiger als das Abseilen im Bereich der Route. Nachfolgende Seilschaften bleiben dabei außerdem vom Steinschlag verschont. Beim Abstieg kommt man über Fixseile am Ausstieg „des Gimpel-Labyrinth“ vorbei, hier kann bei Bedarf noch etwas Höhlenluft geschnuppert werden.  Die Querung zum Normalweg ist exponiert und erfordert nochmal die volle Konzentration. Wer sich unsicher fühlt, sollte evtl. am Seil gehen. Gelegentliche Bohrhaken und Fixseile sind dazu vorhanden.

Für die Gebietskenner: Das „Plaisirchen“ ist insgesamt leichter als die „Wirklich oben bist du nie“ und etwas schwerer als der „Zwerchweg“. Die benachbarte „Zeit zum Fädeln“ bietet sich als lohnende Alternative an, falls sich die 4. Seillänge etwas zu schwer anfühlt …

Vorbau

Der Einstieg befindet sich direkt am Wanderweg, der vom Gimpel-Vorbau hinüber zur Zwerchwand führt. Die ersten Klettermeter leiten über eine Pfeilerkante, anschließend nach links in eine grasige Verschneidung. Weiter oben gilt es eine ausgesetzte Wandstelle zu überwinden, die anschließend durch einen netten Spreizkamin mündet. An dessen oberen Ende in der Scharte befindet sich der Einstieg der „Zeit zum Fädeln“. (Schwierigkeiten am Vorbau 5, 6-, 6-).

Schluchtwand

Hier quert man ca. 6 m nach rechts ansteigend zum 3. Stand. Nun durch die steile und gut griffige Wand geradeaus empor. Am 4. Stand befindet man sich nahe der „Zeit zum Fädeln“. Man verlässt den Stand nach rechts und gelangt durch eine kurze Verschneidung zu einer abdrängenden Platte. Beide Passagen sind die schwersten Stellen in der Tour und erreichen den oberen 6. Grad. Mit Hakenhilfe reduziert sich die Schwierigkeit auf 6-. Achtung: Nach der Platte linkshaltend und nicht geradeaus weiter zu einem sichtbaren Kettenstand. Dieser wurde für das Abseilen neben der Route eingerichtet. Nach dem 5. Stand legt sich die Wand zurück und führt in angenehmer Platten-Kletterei mit gelegentlichen Steilstufen unter die Headwall zum 7. Stand mit Wandbuch. Rechts daneben befindet sich eine Kette, die für’s Abseilen in Notfällen gedacht ist. (Schwierigkeiten in der Schluchtwand 6-, 6-, 5+, 5).

Headwall

Vom 7. Stand gelangt man in einer ausgesetzten Links-Rechts-Schlaufe in eine schmale Schlucht und rechtshaltend hinauf zum Ausstieg der Route. (5+, 4+). Wer in der Schlaufe die Exen nicht ausreichend verlängert, muss mit straffem Seilzug rechnen.  In der kleinen Schlucht kann ggf. ein Zwischenstand an 2 Haken eingerichtet werden. Vom letzten Stand am Ausstieg können nochmals 10 Meter über eine Platte im unteren 5. Grad angehängt werden. Von hier entweder zurück Abseilen (nicht eingerichtet) oder über Grasflanken zum Gimpel-Normalweg hinüber queren.

Abstieg

Man kann davon ausgehen, dass sich künftig Seilschaften aus 4 verschieden Routen (Paradies, Zeit zum Fädeln, Plaisirchen und Weizenglas) auf dem Gipfelgrat treffen. Deshalb empfehle ich bevorzugt den relativ kurzen Fußabstieg hinüber zum Gimpel-Normalweg. Vom letzten Stand führt ein Fixseil wenige Meter hinunter zu einer Höhle, dem Gimpel-Labyrinth. Von hier leitet ein weiteres Fixseil mit anschließendem Pfad hinüber zum Gimpel-Normalweg, über den weiter abgestiegen wird. Vorsicht bei Nässe! Es handelt sich dabei um steiles, grasdurchsetztes Abstiegs-Gelände. Für die Höhlen-Begeher wurden gelegentliche Zwischenhaken eingerichtet, an den gesichert oder abgeseilt werden kann. Vom Ausstieg ca. 20 Minuten ins Gimpelkar.

Die vorhandene Abseilpiste von Kette zu Kette empfehle ich nur bei Schlechtwetter-Einbruch, um den überwiegend exponierten Fußabstieg bei Nässe zu meiden. Wer neben der Tour durch die Schlucht abseilt, gefährdet nachfolgende Seilschaften mit potentiellem Steinschlag!

Schwierigkeit

Maximal 6-. Meist 5 bis 6. Mit Hakenhilfe 5+ obligatorisch

Absicherung

Perfekt mit Bohrhaken

Material

Doppelseil, 12 Exen, Schlingen zur Verlängerung in der Headwall, evtl. Abseilausrüstung für den Notfall bei Nässe.

Zustieg

Vom Gimpelhaus Richtung Judenscharte. Im Gimpelkar verlässt man den Weg nach rechts und gelangt in Kürze zum Gimpel-Vorbau. Der Einstieg befindet sich etwas rechts direkt am Weg. Vom Gimpelhaus ca. 30 Minuten.

Ausgangspunkt

Gimpelhaus im Tannheimer Tal. In 1,5 Stunden von Nesselwängle erreichbar. Der Parkplatz befindet sich am westlichen Ortsrand.

 

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11 Gedanken zu “„Jedem Tierchen sein Plaisirchen“ am Gimpel-Vorbau

  1. Hi Pat,
    vielen herzlichen Dank für deine ausführliche und bedachte Antwort. Ich denke, dass mit meiner sicherlich streitbaren Sicht auf die Dinge und deiner Antwort ein hier wertvoller Beitrag zur Diskussion geliefert wurde. Auf deine Antworten würde ich gerne in einer ruhigen Minute per Mail antworten.
    Öffentlich möchte ich mich nur noch für meine von dir angesprochene Aussage zur damaligen Diskussion um den Säuling entschuldigen, bzw. sie zurücknehmen. So überheblich sehe ich die Dinge heute denke ich nicht mehr.

    Viele Grüße, Martin

  2. Hallo Martin,

    meine Peer-Group richtet sich in der Hauptsache gegen das Entfernen von Haken. Insofern ist es ganz gut, dass du die Diskussion zum Absicherungs-Stil in den Tannheimern anregst. Mich wundert’s ohnehin, dass sich so wenige der zahlreichen Kletterer zu dem Thema äußern. Ein paar Meinungen würden nicht schaden …

    Ja, es gibt nur noch wenige Linien auf der Tannheimer Südseite, die nicht saniert sind. Angefangen hat das alles nach einem Mannschafts-Sturz vor der Jahrtausendwende, bei dem 3 Menschen ihr Leben ließen. Toni Freudig hat daraufhin nach einem Hakenkrieg begonnen sämtliche gängigen Routen flächendeckend zu sanieren. Später kamen die neuen Linien und Sanierungsaktionen von Walter Hölzler usw. dazu.

    Zum Absicherungsstil ist Folgendes zu sagen: Hölzler’s Routen sind für die mehrheitlichen Durchschnitts-Kletterer durchaus anspruchsvoll und Freudig’s Sanierungen gemäß den damaligen Verhältnissen in meinen Augen „sanft“ ausgefallen. Keile und Friends sind nach wie vor anzuraten. Nur zum Vergleich: Heinz Zak hat das an der Schüsselkarspitze nicht anders gemacht.

    Wenn man davon ausgeht, dass mittlerweile ca. 80 Prozent aller Kletterer weniger extrem unterwegs sind und nichts gegen Bohrhaken einzuwenden haben, ist der Zustand in den Tannheimern durchaus gerechtfertigt. Seit ich die Zwerchwand erschloss, gibt es am Hochwiesler und an der Roten Flüh kaum noch Stau. Was mich allerdings stört, ist hier das Routen-Chaos. Die hundertjährige Klettergeschichte in den Tannheimern mit all seinen Erstbegehern macht sich deutlich bemerkbar.

    An Ursprünglichkeit hat seit Beginn der Bohrhaken-Zeit niemand mehr gedacht, insofern gibt’s für dich zumindest auf der Tannheimer Südseite nur noch wenige lohnende Ziele. Du kletterst in einer anderen Liga, im 8. bis 9. Schwierigkeitsgrad mit weiten Hakenabständen. Aber bitte denk daran, die meisten Kletterer sind ganz anders unterwegs und froh um den Absicherungs-Stil in den Tannheimern. Warum soll man Ihnen das nicht gönnen? Und selbst Walter Pause hat einmal geschrieben: Die Tannheimer sind eigentlich nur ein alpiner Klettergarten (oder so ähnlich) …

    Zum Thema Kletterunfall: Ich habe das Plaisirchen nicht auf meine eigenen Bedürfnisse angepasst. Ich habe die Tour für Kletterkurse eingerichtet, an denen ich selber beteiligt bin. Ich brauch da persönlich nicht jeden Haken. Wir beide kennen einen Kletterer, der so wie du in einer anderen Liga unterwegs ist. Und sogar der hat gesagt: die Absicherung im Plaisirchen hat für das entsprechende Klientel seine Berechtigung, weil er gelegentlich eben auch mit Schwächeren Kletterern unterwegs ist, die einmal vorsteigen möchten. Darf man Ihnen das nicht ermöglichen? Klar, das zieht zugleich auch sehr viele unerfahrene Kletterer an, das sehe ich mittlerweile auch kritisch. Meine künftigen Routen werden wohl wieder sportlicher ausfallen …

    Wenn ich dich richtig verstehe, haben die Bohrhaken in den schweren Routen aufgrund des steilen Geländes ihre Berechtigung, weil hier gefahrlos gestürzt werden kann. Nicht aber in den leichten Routen, aufgrund der Unfallgefahr im flachen Gelände? Du sagst: die Haken werden praktisch nicht verwendet. Verkürzen hier die Haken nicht die Länge eines potentiellen Sturzes?

    Du forderst eine Koexistenz aller Ausprägungen in den Tannheimern. Wo möchtest du am Splitter-Fels der Zwerchwand Keile und Friends legen? Der Anspruch wird u. a. durch die Hakenabstände geregelt. Sicher habe ich die Routen auf mein Können angepasst, das ist das Recht des Erstbegehers. Warum ist eigentlich nie jemand auf die Idee gekommen und hat anspruchsvollere Routen an der Zwerchwand erstbegangen? Nach Walter Hölzer waren es in jüngerer Zeit lediglich Andi Baur, der am Gimpel-Vorbau neue Akzente gesetzt hat. Und die Familie Feistl ansatzweise in der Zwerchen-Anni.

    Ich stimme dir vollkommen zu, wir brauchen Vielfalt, dass für jeden Anspruch etwas dabei ist. Generell sollten die alten Pause-Klassiker nicht saniert werden, das sind Relikte. Vor allem im Granit kann man Keile und Friends legen. Die Marmolada-Südwand und weitere Dolomiten-Klassiker sollte nie einen Bohrhaken sehen … Kann man in den Tannheimern nach all den Jahren Erschließlungszeit noch was bewirken?

    Viele leicht zugängliche, offensichliche Linien sind im Alpenraum längst erschlossen. Extreme Kletterer, sowie du, richten aber auch ständig anspruchsvolle Linien dazu ein. Ich finde ein anderer Routen-Charakter ist außerhalb der Tannheimer noch durchhaus vorhanden: Siehe Dolomiten, Elbsandstein, Pfalz, „Keep Wild“-Routen in der Schweiz, die ganzen Remy-Routen, Gesäuse, Chamonix usw. Konsumrouten gibt es überwiegend in den leicht erreichbaren Gebieten, wo man nicht allzu lange hinläuft …

    Vergiss bitte eines nicht: die meisten Kletterer bevorzugen gut abgesicherte Routen. Das hat sich schon längst etabliert, siehe Inntal, Arco, Maggia Tal, Südfrankreich und wie sie alle heißen. Der Klettersport hat sich vom Risikosport überwiegend zum Funsport entwickelt. Kann man dem noch entgegenwirken und wer will das überhaupt? Kritiker können einen anderen Weg vorschlagen. Man kann einem Erstbegeher nichts vorschreiben und den Kritikern rate ich: richtet anspruchsvolle Routen ein, der Vielfalt zuliebe …

    Jeder Erstbegeher hat freies Betretungsrecht in den Felsgebieten und nicht nur eine kleine Elite-Truppe. Es gibt noch immer genügend Platz für die „heroische Alpinethik“. Man muss nur ein Stück weiter ins „Alpine Ödland“ laufen, dann ist man bald wieder alleine unterwegs. Wie wäre es denn mit der 800 m hohen Wetterwand über Ehrwald? Wie hat einmal der Hüttenwirt von der ehemaligen Ehrwalder Alm geurteilt? Do isch no koana aue … Potential und Risiko ohne Ende. Gar nicht weit von den Tannheimern entfernt. Auch ich will nicht, dass alles sinnlos zugebohrt wird, ich hasse das Routen-Chaos. Das habe ich bei meinen Routen bisher immer vermieden. Vielleicht wären in manchen Hotspots Vereine wie die IG-Klettern hilfreich, die das Erschließen von Neutouren regelt. Siehe IG-Klettern im Donautal, usw. In den Alpinen Gebieten ist dies wohl nur schwierig durchführbar.

    Wir werden alle nicht jünger und wer weiß, welchen Absicherungs-Modus du in 30 Jahren einmal bervorzugst? Kennst du den Jürgen Vogt aus dem Allgäu, dem Erstbegeher von „Don Camillo“ an der Roten Flüh? Der hat in den 60er und 70er Jahren sämtliche schwierigen Alpenwände abgehakt: Eiger, Freney, Grand Jorasses, Matterhorn, Civetta, Marmolada, Messner-2. Begehungen usw. Er war seinerzeit einer der fähigsten Kletterer im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus. Als ich ihn kennenlernte, war er gut über 50 und kletterte nur noch gut gesicherte Bohrhaken-Routen. Zu seinem 60. kletterte ich mit ihm den Salbit-Westgrat. Da er aufgrund seiner zahlreichen Verletzungen viel zu langsam war, mussten wir biwakieren. Ich weiß, das ist sicher kein Argument dafür, dass sämtliche Routen gut abgesichert werden müssen.

    Zum Thema Säuling: ich habe den Zubringer bis unter die Gipfelwand eingerichtet. Danach stellte sich die Frage des Weiterwegs. Die Südwestwand war mir zu leicht, dann also „Im Westen nichts Neues“, da ich die Route aus meinen frühen Jahren kenne. Ich telefonierte mit dem Erstbegeher Jürgen Geiger. Der meinte: „Du kannst die Route gerne sanieren, in diesem Zustand klettert die sowieso keiner mehr.“ Die Beschreibung im Kletterführer Allgäu/Ammergauer liest sich wie folgt: „Wäre eigentlich eine sehr interessante, teils anspruchsvolle Riss- und Verschneidungskletterei, jedoch immer noch mit dem Makel einer in einem Bohrloch steckenden und abzufädelnden M8er-Mammutschraube (oder gar deren Inexistenz). Wer in der ersten Seillänge der kompakten Technoplatte keine neu gesetzten Bohrhaken blinken sieht, verzichtet derzeit besser auf die Route. Wenn diese und andere Stellen ersteinmal nachsaniert sind, findet sich hier ein sehr lohnendes Freikletter-Problem in meist bestem, teils sehr kompaktem Fels.“ Nicht einmal die sonst so strengen Ammergauer Hausmeister, haben sich darüber aufgeregt, dass ich die Route „Im Westen nichts Neues“ saniert habe, sondern befürwortet.

    Mal ganz ehrlich: wen interessiert ein 4 bis 5 Meter langes Freikletterproblem im 8. Grad mitten in der Säuling-Südwestwand? Danach folgt genussreiches 6er-Gelände. Glaubst du, dass die wirklich guten Kletterer wegen der Techno-Platte über 2 Stunden den Berg hochlaufen? Die Elite im Allgäu hat ganz andere Ziele …

    Wo kommuniziere ich mich eigentlich „nach wie vor“ als Erstbegeher der Route „Im Westen nichts Neues“? Im Kletterführer Allgäu/Ammergau ist der untere Teil (Guat g’flickt in Reutte) noch nicht erwähnt. „Im Westen nichts Neues“ wird Jürgen Geiger als Erstbegeher dokumentiert. Auf meiner Internetseite habe ich geschrieben: „Im folgenden Sommer war ich wieder fit, und suchte nach einem passenden Weiterweg durch die Gipfelwand. Dafür bot sich eine alte Route aus den 80er Jahren an: „Im Westen nichts Neues“ (…) Nach Rücksprache mit dem Erstbegeher dieser Tour sanierten wir die Route zeitgemäß und hängten am Ausstieg noch 2 eigenständige Seillängen dran.“

    Das Einzige, was ich mir vorwerfen kann ist, dass ich im Bild-Topo versehentlich nicht erwähnt habe (sehr wohl aber im Text), dass ich 3 Seillängen von „Im Westen nichts Neues“ mit einbezogen habe. Und dass ich die Technoplatte nicht deinen Freikletter-Ambitionen angepasst habe. Konnte ich damals wissen, dass sich ein Martin Feistl jemals für diese Passage interessieren wird?

    „Solange ich genug anderen Spielraum finde, ist es für mich akzeptabel, dass es dort ein Gebiet gibt, in dem den Ansprüchen des von dir angesprochenen kletternden Klientels genüge getan wird“. Verstehe ich nicht, ihr habt doch dort auch die „Zwerchen-Anni“ für die breite Masse mit Bohrhaken erstbegangen. Ändert sich deine aktuelle Meinung, wenn du keinen alternativen Spielraum mehr findest? Bei unserer damaligen Säuling-Diskussion hast du mir geschrieben: „Ich habe in deinen Routen das Klettern gelernt, aber jetzt belächele ich sie …“ Was ist das eigentlich für eine Logik? Vom Fixseil in der Technoplatte ganz zu schweigen … Immerhin bekomme ich mittlerweile deinen Respekt für diese undankbare Arbeit …

    Viele Grüße von Pat

  3. Hallo Pat,
    es tut mir Leid so etwas hören zu müssen. Da ich aber in der Sache einige Punkte anders sehe als du, möchte ich dir hier meine Gedanken zu manchen deiner angesprochenen Punkte mitteilen. Warum? Weil ich denke, dass es einer sinnvollen Diskussion zuträglich ist, nicht zu sehr von der eigenen Peer-Group bestätigt zu werden, sondern auch Mal konträre Meinungen zu hören.

    «Oder warum klettern sie nicht anspruchsvollere Routen, von denen es in den Tannheimern massenweise gibt.»
    Je nachdem, wie man anspruchsvoll definiert, gibt es das dort nicht mehr. Durch konsequentes, nahezu lückenloses Überbohren alter Linien ist es auf der Südseite nahezu unmöglich geworden Routen wie «Judenpfeiler», «Don Camillo» oder Ähnliche zwischen all den Bohrhaken zu finden. Das gilt aber sicherlich nicht für den Bereich, um den es bei dem Plaisirchen geht, ist aber symptomatisch für dieses Gebiet bzw. überhaupt Neutouren in den Nördlichen Kalkalpen.
    «Ich hatte schon einmal einen schweren Kletterunfall, darauf kann ich künftig verzichten.»
    Das ist nachvollziehbar (vor allem vor dem Hintergrund meiner Unfälle), deine Methode darauf verzichten zu wollen für mich aber zu einfach gedacht. Als Konsequenz eines Kletterunfalls, dessen Hintergründe ich nicht kenne, die Bohrhakenanzahl bei eigenen Routen zu erhöhen, erscheint mir wenig reflektiert. Wenn ich wo runterfalle und mir dabei weh tu, dann ist aller Wahrscheinlichkeit nach mein fehlerhaftes Risikomanagement daran Schuld. Klarer ausgedrückt: Ich bin schuld. Nicht der fehlende Haken. Mein Umgang mit dem nicht vorhandenen Haken. Sich ohne einer übernehmenden Versicherung dieser Eigenverantwortung zu stellen, stellt einen Wesenskern dieses Sports dar.
    «Kletterer in den unteren Graden haben das gleiche Recht auf eine gute Absicherung wie Kletterer in den oberen Graden.»
    Prinzipiell stimme ich dir dabei zu. Nur gibt es 2 klare Unterschiede zwischen unteren und oberen Graden:
    1. In den oberen Graden kann und wird regelmäßig gestürzt. Die Bohrhaken werden also verwendet. In den unteren Graden kann, sollte das aber durch das vorgegeben Gelände nicht regelmäßig getan werden. Die Bohrhaken werden praktisch nicht verwendet.
    2. Meiner Meinung nach haben deiner Logik zufolge dann auch Kletterer in den oberen Graden das gleiche Recht auf schlechte Absicherung, wie Kletterer in den unteren Graden. Und zwar ohne, dass man immer bis in die Dolomiten fahren muss. Ich meine, dass eine Koexistenz alle Ausprägungen hier erstrebenswert wäre, in den Tannheimer aber schon lange nicht mehr möglich, weil nahezu flächendeckend plaisir vorherrscht. In allen Graden, wohlgemerkt.

    «Und hat nicht jeder Erstbegeher das Recht, seine gefundene Linie so zu gestalten wie er will?»
    Eine spannende Frage, die ich persönlich sofort mit «Ja» beantworten würde. Es gibt aber auch Stimmen, die gerade wegen den von dir angesprochenen vielen Kletterern diese Auffassung als veraltet, egoistisch und den Massen nicht mehr entsprechend betrachten und den Fels mittlerweile als Gemeingut sehen, wo kein Platz mehr für solch heroische Alpinethik ist.
    «Ich gehe auch nicht in eine mir zu schwere Route und setze ein paar Haken, damit ich da hochkomme.»
    Das möchte ich ganz klar am Beispiel «deiner» Route am Säuling (aka «Im Westen nichts Neues») widerlegen. Hier hast du eine alte techno-Route mit Bohrhaken ausgestattet, sodass sowohl die techno-Schwierigkeit an deine Bedürfnisse angepasst wurden, als auch die Haken zum Freiklettern wegen mangelndem Blick für die Freikletterlinie schwer zu gebrauchen sind und man einen spannenden Runout klettern muss, wenn ich mich recht erinnere. Oben drauf kommunizierst du dich nach wie vor als Erstbegeher. An dieser Stelle möchte ich darauf hinweise, dass ich die erste Freie Begehung dieser Tour (onsight) machen konnte, ein entsprechender background für diese Behauptung also vorhanden ist. Ich würde erwarten, dass du diese Behauptung von dir vollkommen überdenkst, so ist sie im Grunde nämlich vollkommen falsch, wenn nicht sogar glatt gelogen. Außerdem ist eine Korrektur im nächsten Panico unumgänglich.

    Abschließend sind mir noch ein paar Dinge wichtig zu betonen: Ich habe (mittlerweile) kein Problem mit den von dir eingerichteten Routen (mehr) und du hast meinen Respekt für diese oft undankbare Arbeit. Das ist aber nur so, weil ich Alternativen zu den Tannheimern gefunden habe (meistens mit weniger Haken, weniger Gras aber mehr gutem Fels). So lange ich genug anderen Spielraum finde, ist es für mich akzeptabel, dass es dort ein Gebiet gibt in dem den Ansprüchen des von dir angesprochenen kletternden Klientels genüge getan wird. Des Weiteren empfinde ich es auch als eventuell gefährlich, mindestens aber menschlich und kommunikativ verwerflich, so mit einem riesigen Stück Arbeit von dir umzugehen. Ich habe hier vor Jahren am angesprochenen Säuling auf weniger destruktive Weise Kritik an deinem Tun geübt, auch wenn das leider zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis geführt hat, im Sinne einer Richtigstellung der Erstbegehung.

    Ich hoffe, dass dieses Mal die ein oder andere Zeile zum Nachdenken anregt,
    VG Martin Feistl

  4. Pat, das sind echt Bekloppte (Diebe), und bringen andere in Gefahr. Wie du schriebst, man muss nicht alle Bolts einhängen, habe ich öfters gemacht. (Ist mir zumindest viel angenehmer als anders herum!) Und auch unverständlich, da wie ich dich kenne hast du schon oder bald alles wieder drin!

  5. Es ist wirklich kaum zu glauben, aber wohl war, jemand entfernt Haken aus der Tour! Ich muss Euch Allen absolut Recht geben, sowas geht gar nicht!
    Es beschäftigt mich trotzdem, was sind das für Typen und Warum nur??
    Vielleicht könnten die Verbrecher sich hier mal melden, vielleicht auch Anonym, und uns die Gründe erklären.
    Pat, vielen Dank für die Tour und im Frühjahr helfe ich gerne die Haken wieder reinzusetzen!

  6. ich wundere mich schon, dass es jetzt kaum Reaktionen auf die Haken-Entfernunga_Aktion im „Plaisirchen“ gab. Es ist eine Sache, die uns alle angeht.
    Da gibt es offensichtlich ein paar Leute, die ihre persönliche Auffassung von Absicherung allen Kletterern aufzwingen wollen. Vermutlich wollen sie uns zeigen, was für tolle Kerle sie sind und was für Gurken all die anderen sind, die sich an einer generösen Absicherung freuen. Warum klettern diese Leute überhaupt eine Tour, deren Name ja schon den Charakter der Kletterei vorgibt? Nicht weit vom „Plaisirchen“ entfernt könnte man diesen selbsternannten Sheriffs Klettereien zeigen, in denen sie sich gewiss nicht über zu viele Haken beklagen könnten.
    Ich finde, wir Kletterer sollten diese Aktion nicht stumm hinnehmen, wir sollten da schon klar Stellung beziehen und sagen, dass wir das so nicht wollen.
    Ein Erstbegeher muss das Recht haben, seine Tour so abzusichern, wie er es für angemessen hält, ohne dass ein paar Egomane daherkommen und ihre persönlichen Standards durchsetzen.
    Walter

  7. ich stimme dir voll und ganz zu. Bohrhaken raus schrauben geht gar nicht. Ich persönlich gehe gern mal weniger gut abgesicherte Touren und oft auch gut abgesicherte Routen. Manchmal will man Abenteuer und manchmal eben weniger. Für weniger abenteuerlustige war das Plaisierchen genau richtig mit Bohrhaken abgesichert.

    Du deckst mit deinen Routen meist die sehr gut abgesicherten Routen ab. Wer deine Routen klettert weiß das normalerweise oder man sieht es im Kletterführer.

    Es müssen echt unwissende komische Dickköpfe gewesen sein, welche die Haken raus geschraubt haben.

    Vielen Dank, dass du dir so viel Mühe beim Einrichten neuer Routen machst. Ich klettere deine Routen immer total gern und sehe keinen Grund diese sicherungstechnisch zu ändern. Weiter so 👍

  8. Nachdem ich die Route für regelmäßige Kletterkurse eingerichtet habe, verpasste ich ihr – wie der Name vermuten lässt – eine plaisirmäßige Absicherung, so wie es in vielen anderen Routen außerhalb der Tannheimer auch zu finden ist. Nun haben bereits zum zweitenmal selbsternannte Alpin-Sheriffs ca. jeden zweiten Bohrhaken in der Tour entfernt. Zu Hause horten sie nun ca. 40 Plättchen im Wert von 150 Euro, das Ganze grenzt bereits an Diebstahl. Das herausstehende Gewinde der Schwerlastanker scheint sie dabei nur wenig zu stören, Hauptsache sie haben ihre Coolness in der Wand bewiesen, egal wie es hinterher in der Wand aussieht.

    Es müssen schon „ganz wilde Hunde“ sein, dass sie in dieser (relativ einfachen) Tour mit weniger Haken auskommen wollen. Ich frage mich allerdings, warum hängen sie dann nicht jeden zweiten Haken ein, um ihrem Anspruch gerecht zu werden? Oder warum klettern sie nicht anspruchsvollere Routen, von denen es in den Tannheimern massenweise gibt. Aber das haben sie dann offensichtlich doch nicht drauf, sonst wäre ihnen das Plaisirchen nicht soooo wichtig …

    Ich weiß schon, eine Kletterroute darf nicht übersichert sein, sonst fehlt der Reiz, der Nervenkitzel. Bla bla … Ich hatte schon einmal einen schweren Kletterunfall, darauf kann ich künftig verzichten. Ja, ja, die Tour zieht zuviele, teils unerfahrene Kletterer an. Nach der 3. Seillänge kann aber auch gut wieder neben der Route an den Wandfuß abgeseilt werden. Jürg von Känel hat einmal behauptet: Kletterer in den unteren Graden haben das gleiche Recht auf eine gute Absicherung wie Kletterer in den oberen Graden. Und hat nicht jeder Erstbegeher das Recht, seine gefundene Linie so zu gestalten wie er will? Ich gehe auch nicht in eine mir zu schwere Route und setze ein paar Haken, damit ich da hochkomme.

    Warum suchen sich die Sheriffs keine eigene Linie und verpassen ihr eine ganz persönliche Wunsch-Absicherung? (Plättchen haben sie ja nun zu genüge) Aber dazu sind sie scheinbar auch nicht in der Lage. Viel einfacher ist es, in einer fremden Tour selbstherrlich rumzubasteln … Ich kenne versierte Kletterer, die sagen: Ich finde die Absicherung im Plaisirchen gut, da kann ich auch mal meine schwächeren Kletterpartner vorsteigen lassen. Was die Absicherung einer Tour betrifft, hat doch jeder Erstbegeher bzw. Kletterer seine eigenen Vorstellungen. Vielleicht sollten die Sheriffs mal andere Plaisir-Gebiete im Inntal, Arco, Maggia Tal usw. besuchen. Aber bitte den 17er Schlüssel samt Hammer nicht vergessen. Da hätten sie viel zu tun …

    In der Morgenstund und in der Till Ann wurden die Schlüsselstellen schon seit Längerem völlig unnötig mit zusätzlichen Haken entschärft, die Stände in den Abseilpisten verdoppelt, um mit einem Einfachseil abseilen zu können. Das scheint die Sheriffs aber nicht zu interessieren. Wandbücher landen unten am Wandfuß oder die Deckel wurden offen gelassen, die Bücher schwimmen im Wasser. Wozu mache ich mir eigentlich die ganze Arbeit? Ich opfere meine Freizeit, zahle das ganze Material, begebe mich in ständige Steinschlaggefahr usw. Ein Routenerschließer erhält nur wenig Dank, dafür Kritik und Missachtung. Was ist das nur für eine widersprüchliche Mentalität: Jemand findet gefallen am Werk eines Erstbegehers, passt es danach ohne Absprache auf seine eigene Bedürfnisse an und träumt danach von seiner grandiosen Leistung …

    Es muss nicht jede Tour gleich gut oder schlecht abgesichert sein. Die verschiedenen Erschließer bzw. Erstbegeher hinterlassen eine individuelle Absicherung in ihrer jeweiligen Tour. Und sei es mit Keilen und Friends. Wichtig ist doch, dass für jeden etwas dabei ist, damit er seinen Spaß am Klettern hat …

    Wäre es nicht fairer, wenn sich die Sheriffs mit mir in Verbindung setzen würden, statt Kahlschlag zu betreiben? Anarchie macht anscheinend mehr Spaß, als einen friedlichen Kompromiss zu suchen. Oder sind sie etwa zu feige? Sorry, aber auch unter den Kletterern befinden sich zahlreiche Idioten …

  9. Wer in diese Tour einsteigt, sollte folgendes beachten:

    – Sicheres Klettern im 5. bis 6. Schwierigkeitsgrad ist trotz guter Absicherung dringend erforderlich
    – Weniger Geübte sollten einen sicheren Vorsteiger dabei haben
    – Nach der 3. Seillänge in der Kaminverschneidung quert die Tour ca. 8 Meter nach rechts
    – Nach der 5. Seillänge tangiert das „Plaisirchen“ die „Zeit zum Fädeln“, hier wieder rechtshaltend
    – Wegen Steinschlaggefahr nicht über die Tour abseilen
    – Der Fußabstieg ist ausgesetzt und deshalb nur für „schwindelfreie bzw. sichere“ Geher anzuraten.

  10. Wie schön, dass ich bei der Begehung dieser Route am 30. Juni bei bestem Wetter dabei sein durfte. Als 2. Seilschaft hatten wir es mit der Routenfindung sehr leicht, mussten wir ja nur Pat in der 1. Seilschaft folgen. Aber die Bohrhaken sind so gesetzt, dass auch Kletterer ohne Routenfindungserfahrung hier der wirklich schönen Linie der Route folgen können. Die Kletterei ist, wie oben schon beschrieben, sehr abwechslungsreich und für den einen oder anderen Neuling im MSL-Klettern ist der Abstand der Bohrhaken sicherlich sehr beruhigend.
    Die Haken befinden sich immer genau an Stellen, wo sich die Exen gut clippen lassen. Also die Bescheißer-Exe könnt ihr wohl im Rucksack lassen :-). Der Grip am noch rauhen Fels macht die Kletterei in den schwierigeren Passagen zum freudigen Erlebnis, dennoch muß auch behutsam und prüfend gestiegen werden, da sicherlich noch der ein oder andere Stein in dieser neuen Tour ausbrechen wird. Besonders von vorraussteigenden Seilschaften kann durch das Nachziehen des Seils Steinschlag ausgelöst werden.
    Für mich war diese Kletterei eine echt schöne „Sonntagstour“ (vielleicht auch ein Name für eine neue Route) und freue mich auf weitere Klettereien in den Tannheimern. Vielen Dank Pat und Marion, dass wir dabei sein durften.

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