Klettern am Rossberg

Klettern am Rossberg

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Der Kletterführer „Allgäu Rock“ umfasst mittlerweile ca. 300 Seiten und beschreibt darin 80 Sportkletter-Gebiete im Großraum Allgäu. Einige lohnende Felsmassive befinden sich dabei auf der Südseite des Grüntens, der wegen seiner exponierten Lage auch der „Wächter des Allgäus“ genannt wird.

Aus den steilen Wiesenhängen unterhalb des Gipfels ragen verschiedene markante Felstürme empor, die schon seit früher Zeit die Kletterer anlockten. So ist mir die „Stuhlwand“ bereits seit meiner Kindheit ein Begriff, in der damals die „Extremen“ in der Vor- und Nachsaison ihre Normalhaken in die Risse schlugen.

Seit den 80er Jahren, dem Beginn der Sportkletter-Ära, wagte sich schließlich eine Horde Oberallgäuer Erstbegeher an die benachbarten Massive. Die „Pepperfreaks“ trafen hier auf äußerst kompakte bzw. „verdonesce“ Felsbereiche und erkannten das Potential an neuen Routen. Der Einsatz von Bohrhaken ermöglichte fortan die Erschließung neuer Linien an den steilen Wänden. So entstanden auf der Südseite des Grüntens im Laufe der Zeit einige der besten Sportkletter-Routen, die das Allgäu zu bieten hat.

Dabei bietet der „Rossberg“ mit seinen ca. 50 Anstiegen das vielfältigste Routenangebot am Grünten. Die Wand ist teilweise bis zu 80 m hoch und es können bis zu 4 Seillängen übereinander gereiht werden. An den Randbereichen des breiten Massivs befinden sich jeweils ein paar 6er Routen, an die sich auch weniger Geübte heranwagen können. In der zentralen Wand geht es dann allerdings etwas sportlicher zur Sache, wer hier klettert, sollte dem 7. Grad gewachsen sein. Dafür wird man in dieser Ecke mit wunderbarem Edelfels belohnt, der fast schon an südfranzösische Gefilde erinnert …

Um in den Genuss dieses schön gelegenen Klettergebiets zu gelangen, läuft man allerdings ca. 1,5 Stunden Richtung Grünten hinauf. Die südostseitige Lage garantiert den ganzen Tag Sonne und die Sicht auf den Allgäuer Hauptkamm ist phantastisch. Der Rossberg bietet besonders im Frühjahr oder Herbst bei Inversions-Wetterlage die schönsten landschaftlichen Eindrücke.

Routenangebot

Ca. 50 Routen vom 4. bis 9. Schwierigkeitsgrad. Der Schwerpunkt liegt im 7. bis 8. Schwierigkeitsgrad. 10 Routen im 6. Grad eignen sich auch für weniger Geübte.

Absicherung

Die meisten Routen wurden mittlerweile saniert. Die Bohrhakenabstände sind meist etwas sportlich. Der angegebene Schwierigkeitsgrad muss beherrscht werden.

Material

70-Meter-Einfachseil, 12 Exen

Talort

Burgberg im Oberallgäu. Man fährt die Teerstraße Richtung Grünten hinauf und erreicht den Parkplatz vor dem Gasthof Alpenblick.

Zustieg

Vom Gasthof Alpenblick die Teerstraße weiter und dabei immer linkshaltend. Nach ca. 1 km erreicht man eine Materialseilbahn. Wenig später bei der Kehralpe links ab und entlang des Schotterwegs bis zu einer Almhütte. Hier gelangt man in freies Gelände und steigt über Wiesen einen ausgetretenden Pfad empor. Bei einer Weggabelung rechts ab Richtung Alpe Rossberg. Der schmale Pfad führt zur Unteren Schwandalpe. Auf dem breiten Schotterweg weiter Richtung Rossberg Alpe. Vor einer Kehre links ab und über Wiesen in den Wald. Steinmänner führen entlang eines schwach ausgetretenen Pfads zur Wand hinauf.

Topos

Kletterführer Allgäu-Rock. www.gebro-verlag.de

Übernachtung

Für einen mehrtägigen Aufenthalt bietet sich der Gasthof Alpenblick am Parkplatz an. www.alpenblick-burgberg.de

 

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