Klettern bei Arnard-Bard

Klettern bei Arnard-Bard

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Das ist doch immer das Gleiche. Urlaub in den Alpen, das gute Wetter hält maximal eine Woche  … was nun? Da bleibt einem nur noch die Flucht auf die Alpensüdeite: Von den Dolomiten nach Arco, vom Furkapass ins Maggia-Tal und wer in Chamonix festsitzt, fährt am besten durch den Mont-Blanc-Tunnel ins Aosta-Tal, wo der Regen vielleicht abgeklungen ist. Ein Ausflug nach Briancon wäre zwar noch besser, aber leider zu weit, wenn die ursprünglichen höher gelegenen Ziele nach der Wetterberuhigung wieder angegangen werden möchten.

Egal, die Klettermöglichkeiten um Arnard-Bard sind wirklich gut, da kann man schon mal ein paar Alpintage opfern. Z. B. für die „Tommy“ am Mont Charvatton: 15 Seillängen bis 6a, eine unglaublich schöne Linie in landschaflich toller Umgebung. Oder die kurzen Mehrseillängen-Routen von Topo Pazzo, Courtil usw. Und wenn die Wetterlage auch in dieser Region unsicher ist, dann sind da immer noch die tollen Klettergärten weiter im Süden bei Montestrutto oder Traversella, mit ihren unzähligen Sportklettermöglichkeiten. Am besten gleich hier bleiben und den Resturlaub mit Plaisir-Klettern im Aostatal verbringen …

Allein am „Paretone“, dem Granit-Riesen zwischen den Ortschaften Arnard und Bard bieten sich über 40 lange Routen bis 14 Seillängen im Schwierigkeitsbereich 5c – 6c an. Der für die Gegend typische Gneis ist bombenfest und gut strukturiert, eingelagerte Kristalle in Dellen und Leisten bieten spannende Reibungskletterei bei sportlicher Bohrhakenabsicherung. Die Routen enden auf einem bewaldeten Hügel, von dem nach rechts über einen Wanderweg ins Tal abgestiegen werden kann. Unterwegs trifft man auf das kleine renovierte Castell „Forte di Machaby“ mit einem großen Innenhof. Die idyllisch gelegene Anlage hält Übernachtungmöglichkeiten (sehr zu empfehlen) und für die Gegend typische Speisen und Getränke bereit.

Die Route „Bocco d’Arancia“ (5c bzw. 5b obligat.) samt guter Absicherung ist die leichteste Möglichkeit, mit der Wand Kontakt aufzunehmen. Weitere Klassiker sind „Diretta al Banano“ (5c+ bzw. 5b + obligat.) bzw. „Diedro Jaccod“ (5c+ bzw. 5c obligat.) mit entsprechendem Besucherandrang. Wir entschieden uns diesesmal für „Bega“ (6b bzw. 6a+ obligat.) Die durchgehend spannende 12-Seillängen-Route lässt keine Wünsche offen und es kostet zuweilen Überwindung, um an den nächsten Haken zu gelangen. Wer etwas kürzere Routen bevorzugt, dem sei der Mehrseillängen-Klettergarten „Topo Pazzo“ links des Massivs empfohlen. Der Sektor befindet sich nur wenige Minuten vom Parkplatz beim Restaurant „L’Arcaden“ entfernt.

Gesamtübersicht der Routen

gesamtuebersichtTopo der Route „Bega“

topoAbsicherung

Sämtliche Routen sind lt. Kletterführer „gut+“ abgesichert. Zwischen den Haken ist allerdings Klettern angesagt. Die Stände sind vorbildlich eingerichtet.

Material

12 Exen, mobile Sicherungsgeräte erübrigen sich bzw. sind oft schwer einsetzbar. Es kann auch mit Einfachseil geklettert werden.

Ausgangspunkt

Arnard im Aostatal. Ca. 500 m vom südlichen Ortsrand befinden sich zwei Parkplätze. Für den Klettergarten „Topo Pazzo“ bleibt das Auto beim Restaurant L’Arcaden stehen. Die Kletterrouten am Paretone werden kürzer vom Parkplatz unter dem Massiv angegangen.

lageplanZustieg

Vom Parkplatz unter der Wand bei einer Holzbrücke rechtshaltend über den markierten Weg, der in einen leichten Klettersteige übergeht. Immer geradeaus empor zu Wand, anschließend linkshaltend über ein zum Teil schmales Band zu den angeschriebenen Einstiegen. Für die Route „Bega“ wird das Band weit nach links gequert.

topo-zustiegAbstieg

Vom Gipfel nach rechts über den Wanderweg absteigen. Vorbei am Castell und zwischen Ruinen hindurch, später über den Aufstiegsweg zurück zum Parkplatz. Insgesamt ca. 45 min.

Topos

Schweiz-Plaisir Süd, Filidor-Verlag

Übernachten

Camping Mombarone bei Settimo Vittore, ca. 10 km südlich von Bard. Es kann auch auf dem Parkplatz unter der Wand im Bus/Auto übernachtet werden.

 

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