Direkte Südwand am Sebenkopf

Direkte Südwand am Sebenkopf

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Klettern am Sebenkopf

Der relativ kurze Zustieg mit Bahnbenützung trug dazu bei, dass die ganze Südwand mit Kletterrouten unterschiedlichen Anspruchs zugepflastert wurde. Aufgrund der geringen Wandhöhe von ca. 150 m ist man hier jedoch meist alleine unterwegs, das Klettervolk scheint sich lieber an der benachbarten Roten Flüh und dem Gimpel usw. aufzuhalten. Dies jedoch zu Unrecht: das üppige Routenangebot, überwiegend fester Fels, die abgeschiedene ruhige und sonnige Lage sorgen für einen erlebnisreichen Klettertag. Im Winter ist das Gebiet von der Bahn aus gut mit Skier zu erreichen, was sich besonders bei Inversionswetterlage anbietet.

Wer sich erstmal an die Wand rantasten will, dem sei die gut gesicherte „Ultima Ratio“ (6+) oder Südverschneidung (5+) empfohlen. Und das war’s dann auch schon mit Plaisir. Danach wird das Angebot deutlich anspruchsvoller bis hin zu den Walter-Hölzler-Routen im 9. Grad. Zum Beispiel der „Vilser Traum“: klingender Name, einladende Linie, hartes Programm. Der Sanierer scheint lange Arme zu haben. Wer hier vor dem nächsten Haken fliegt …

Doch darunter gibt es auch noch die häufig begangene „Direkte Südwand“ bis zum 7. Schwierigkeitsgrad bei angemessener Absicherung. Die Schlüsselstellen können auch gut mit Hakenhilfe bezwungen werden, somit reduziert sich der Gesamtanspruch auf 6+. In der ersten Seillänge ist gleich mal Eigeninitiative angesagt, eine Köpflschlinge und ein mittelgroßer Friend sichern den Weg bis zum nächsten Haken. An den Ständen findet dann wieder das große Tannheimer-Rätselraten statt:  Bohrhaken in alle Richtungen, wo geht’s hier bitte weiter? Ohne genauem Topo hat man in der Tour keine Chance, den richtigen Weg zu finden. Am besten immer links halten, die Risslinien suchen und wenn’s speckig wird ist man richtig. Die Standplätze befinden sich meist rechts auf einem Absatz. Die Felsqualität ist überwiegend kompakt und gut abgeklettert. Die Ausstiegslängen sind jedoch oft brüchig und wegen evtl. nachfolgenden Seilschaften mit Vorsicht anzugehen.

Absicherung

In der „Direkten Südwand“ und „Südverschneidung“ stecken ausreichend Haken, dazwischen kann mobil optimiert werden. Die „Ultima Ratio“ ist durchgehend mit Bohrhaken eingerichtet. In den schwereren Routen ist gelegentlich mit Runouts zu rechnen, die zwingend zu klettern sind. Sämtliche Stände sind mit Bohrhaken eingerichtet, an denen ggf. wieder abgeseilt werden kann.

Material

12 Exen, Abseilausrüstung, für diverse Routen mittelgroße Friends und Schlingen

Auffahrt zum Füssener Jöchle (1821 m)

Von Grän im Tannheimer Tal (Tirol) mit der Gondel auf‘s Füssener Jöchle oder zu Fuß in 2 Stunden. Wer sich vom Bahnbetrieb unabhänging machen will, kann mit dem Bike über einen Schotterweg hochfahren.

Zustieg

Von der Bergstation über Wiesen weglos diagonal nach links unten (Liftmasten) in Richtung dem gut sichtbaren Sebenkopf. Man durchquert ein Latschen-Blockfeld und gelangt zu einem Grasrücken. Von hier über steile Grashänge hinab, ein Geröllfeld querend und wieder hinauf zu einer Baumgruppe (Rucksdepot). Von hier nach rechts zu einer auffallenden Verschneidung. Der Einstieg befindet sich bei zwei Bohrhaken an einem steilem schrofigen Hang. Vom Füssener Jöchle ca. 45 min.

zustieg

Abstieg

Vom Gipfel ca. 50 m über den Westgrat in eine Scharte hinab. Nun südseitig (links) ca. 50 m den Kamm querend zur Abseilpiste. Der Weg dorthin ist durch viele Bohrhaken richtungsweisend. Von hier 2mal Abseilen und über steiles Schrofenglände nach links zum Rucksackepot.

Topo

topo

Weitere Topos

Kletterführer Allgäu & Ammergau, Panico-Verlag

 

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