Klettern am Bockmattli

Klettern am Bockmattli

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Wer einmal auf dem Kletterhüttli Bockmattli war, möchte am liebsten nicht mehr weg von hier. Die wie ein Adlerhorst idyllisch gelegene Hütte ist an den Wochenenden bewartet und bietet Platz für 10 Personen samt Getränke und Imbiss. Darüber ragt die 400 Meter hohe Nordwand der Bockmattli-Türme auf und sorgt für ein steiles, eindrucksvolles Ambiente. Klettermöglichkeiten gibt es hier ohne Ende, vom Klettergarten bis zur 14-Seillängen-Tour ist alles geboten. Die gängigen Routen sind meist saniert und der Zustieg bewegt sich oft zwischen 15 und 30 Minuten. Was will man mehr …

Der große Klassiker der Gegend ist die „Niedermann“ (6a+) durch die Nordwand auf den großen Bockmattli-Turm. Sie zählt zu Walter Pause‘s 100 Extrem-Touren der Alpen und ist vielleicht die meistbegangene Route am Massiv. Anfang der 80er Jahre folgte ein Meilenstein des Alpinen Sportkletterns am Bockmattli: Martin Scheel stieg ohne Bohrmaschine durch die gleiche Wand und hinterließ mit „Supertramp“ damals eine der anspruchsvollsten Routen im gesamten Nordalpenraum im 8. Grad. Doch keine Angst, auch für die gemäßigten Kletterern ist hier gesorgt: Die „Namenlose Kante“ und viele weitere gängige Routen bieten schöne Kletterei bis zum oberen 5. Grad und werden dementsprechend häufig begangen.

Nach 20 Jahren wollte ich nun der „Niedermann“ wieder einmal einen Besuch abstatten. Aber wie das so ist: Übernachtung am Wägitalersee, morgens schwierig aus dem Schlafsack zu kommen, gemütliches Frühstücken und nach 2 Stunden Aufstieg zu spät am Fels. Deshalb empfehle ich, für eine der längeren Routen besser auf der Hütte zu übernachten. Wir entschieden uns an diesem Tag für eine der kürzeren Alternativen, dem „Echo der Zeit“ am Kleinen Bockmattli Turm. Die Felsqualität ist wie am ganzen Massiv vom Feinsten, die Absicherung sportlich, aber vertretbar.

  1. Seillänge: Steile Wandkletterei, für 6a hart bewertet
  2. Seillänge: Die Wand legt sich wieder zurück und folgt einer moderaten Rampe
  3. Seillänge: Schöne Plattenkletterei mit versteckten Griffen
  4. Seillänge: 35 Meter steile schöne Wandkletterei an großen Griffen mit einer 6b-Stelle
  5. Seillänge: Angenehme Querung nach links zur Verscheidung
  6. Seillänge: Zum Schluss nochmal richtig steil mit einem 6a-Überhang.

Schwierigkeit

Max. 6b (6a obligatorisch). Gelegentlich leichter.

Absicherung

Die Route ist mit Bohrhaken ordentlich abgesichert. Gelegentlich kann mit Friends optimiert werden.

Material

Doppelseil, 12 Exen, Schlingen, eine kleine Auswahl an Friends

Talort

Innerthal am Wägitalersee. Erreichbar von der Autobahn Chur – Zürich, Abfahrt Siebnen.

Hüttenaufstieg

Vom großen Parkplatz bei Innerthal am besten mit dem Bike ca. 1 km entlang des Wägitalersees. Nun nach links über teils steile Serpentinen Richtung Bockmattli bis zu einer großen Almhütte. Bikedepot. Von hier zu Fuß weiter entlang des Wanderwegs zur Bockmattli Hütte. Vom Tal ca. 2 Stunden.

Zustieg

Der Wandbereich inclusive Route ist von der Bockmattli Hütte aus gut einsehbar. Über einen ausgetretenen Pfad gelangt man diagonal ansteigend und später nach links zum Einstieg auf einem grasigen Band. Von der Hütte ca. 15 Minuten

Abstieg

Vom letzten Stand wird der Grat links umgangen und man gelangt zu einem Pfad, der nach rechts zum Einstieg zurückführt. Ca. 20 Minuten Fußabstieg.

Übernachtung

Auf dem geräumigen Parkplatz bei Innerthal oder auf der Bockmattli Hütte.

Topo

Schweiz Plaisir Ost, Filidor Verlag

 

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