Klettern bei Unterwasser

Direkt zur Galerie

Die „Alp Laui“ überhalb der kleinen Ortschaft Unterwasser ist der ideale Ausgangspunkt für mehrere Klettergebiete auf engstem Raum. Für eine tägliche Parkgebühr von 5 Franken kann hier mehrere Tage genächtigt und verweilt werden. Der idylisch gelegene Almboden auf ca. 1000 Meter Meereshöhe bietet herrliche Gebirgsbäche, Wander- und Bikemöglichkeiten sowie eine Jause (Laui-Beiz) samt Grillstelle.

Familienfreundliche Klettergärten, Mehrseillängen-Routen für Einsteiger, Plaisirtouren für Genießer sowie anspruchsvolle Alpine Sportkletterziele werden in dieser Ecke geboten. Vor allem im Frühsommer oder Herbst eignet sich besonders ein Besuch. Die meisten Routen wurden mittlerweile mit Bohrhaken saniert und die Absicherung ist vor allem in den unteren Graden sehr human. So können sich auch weniger Geübte angstfrei an den Vorstieg wagen. Über gut eingerichtete Abseilstände gelangt man schnell zu den Einstiegen zurück. Ein 60-Meter-Doppelseil, 12 Exen, Abseilausrüstung und Helm im Rucksack sollten für die leichteren Routen genügen.

So ganz geschenkt bekommt dieses Vergnügen allerdings doch nicht. Um in den Genuss der kompakten Schrattenkalk-Wände mit Wasserrillen-, Platten- und Lochkletterei zu gelangen, ist mit einer durchschnittlichen Zustiegszeit von 1,5 Stunden über schöne Almlandschaften zu rechnen. Es lohnt sich das Bike mitzunehmen, da es sich anfangs oft um breite Schotterwege handelt.

Ausgangspunkt

Anfahrt über die Rheintal-Autobahn: Von Unterwasser in Ortsmitte nach rechts in ca. 1,5 Kilometer hinauf zum Parkplatz Alp Laui am Ende der Fahrstraße. Die einzelnen Klettergebiete werden sternförmig über verschiedene Wanderwege bzw. Pfade erreicht.

Wildhauser Schafberg

Rießige markante Schrattenkalk-Platte über der Ortschaft Wildhaus. Die längsten und schwersten Routen im Gebiet bis zu 8 Seillängen. Die Klassiker sind u. a. die Schafbergkante (5a) und der Sandührliweg (6b). Alle weiteren Routen gelten als anspruchsvoller mit meist weiteren Hakenabständen. Abgesehen von den Modetouren findet man hier immer noch viel Ruhe in wunderbarem Voralpen-Ambiente. Abseilen über die Aufstiegslinien.

Klettergarten Stoss

Der bekannteste und meistbesuchte Klettergaren des Gebiets. Ca. 40 Routen im Bereich 3a bis 6a+. Oft Wasserrillen- und Plattenkletterei. Familien- und anfängertauglich. Perfekt gesichert.

Sektoren Familienroute, Gandor und Veron

Ca. 10 Plaisir-Routen bis zu 8 Seillängen im Schwierigkeitsgrad 4a bis 6a. Die „Familienroute“ gilt neben der Schafbergkante als längste und schönste Plaisirtour der Gegend. Trotz Bohrhaken ist die Route nicht übersichert. Mehrere Passagen können an Sanduhren zusätzlich optimiert werden.  An schönen Wochenendtagen ist hier meist mit Stau zu rechnen. Die Mehrseillängen-Routen in den Sektoren Gandor und Veron sind meist leichter und besser gesichert, deshalb für Einsteiger zu empfehlen. Abseilen über die Routen.

Mittagwand

Ein gutes Dutzend Routen im Schwierigkeitsgrad 5c bis 6c durchziehen die stark gegliederte, ca. 250 m hohe Felsflucht. Partien mit kompaktem, rauem Schrattenkalk werden durch grasige Polster unterbrochen. Die 4-Seillängen-Tour „Albatros“ (max. 6a+) kann als Klassiker in der Wand bezeichnet werden. An den Schlüsselstellen und Ständen stecken solide Inox-Bohrhaken, dazwischen können reichlich Klemmkeile und Friends mittlerer Größe versenkt werden. Abseilen über die Route.

Klettergarten Schrenit

Ca. 20 Routen im Schwierigkeitsgrad 3 b bis 5c+. Familien- und anfängertauglich. Zwischen den Sektoren Familienroute und Schattenwand eingelagert. Perfekt gesichert.

Sektor Unghüür

Ca. 10 kurze Mehrseillängen-Routen im Bereich 4b bis 6b. Anfängertauglich und fast schon übertrieben gut abgesichert. Unweit rechts der Schattenwand.

Schattenwand

Insgesamt ca. 12 Routen im Bereich 4c bis 6b, bis zu 6 Seillängen lang. Sehr schöne Wasserrillen-, Platten- und Lochkletterei. Gelegentlich anfängertauglich und stets vorbildlich abgesichert. Sehr empfehlenswert sind die Routen „Bärlauch“ und „Schlüsselblüemli“. Abseilen über die Routen. Von der Alp Laui auf der Teerstraße ca. 100 Meter wieder zurück und rechts hinauf bis zur Alp Altstoffel. Von hier wieder nach rechts über Wiesen zu einem ausgetretenen Pfad am rechten Waldrand. Nun geradeaus empor zur Alp Mutteli und weiter zur bereits sichtbaren Schattenwand. Vom Parkplatz ca. 1,5 Stunden.

Topos

Kletterführer Schweiz Plaisir Ost, www.filidor.ch

Kletterführer Alpstein, http://www.sac-cas.ch

 

Galerie

Zurück zum Anfang vom Bericht

Hinterlasse einen Kommentar