Alpines Sportklettern in den Dolomiten

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Ein Bericht von Philipp Munkler

The Bernards

Wir befinden uns in der neu gebohrten Tour „The Bernards“ am kleinen Sellaturm. Diese gut gesicherte Linie bietet in der ersten Länge nach wenigen geneigten Einstiegsmetern gleich technische und kleingriffige Wandkletterei im Bereich 7b+.

„Zug für Zug kämpfe ich mich weiter. Wow, das war wieder ein crazy Move denke ich mir. Die Arme werden dicker und dicker, ich klettere und versuche die Seillänge noch hoch zu spulen, doch plötzlich stecke ich fest. Wie soll diese Stelle funktionieren, denke ich noch kurz und schon falle ich … Wieder kommen die klassischen Gedanken in den Kopf: Hätte ich nur besser festgehalten! Und warum habe ich mich schon wieder verklettert, rechts ist doch der Griff! Schon anstrengend, aber eine ‚super Seillänge‘ rufe ich Josie runter, als ich den Standplatz unserer ersten Tour erreiche“.

Die folgenden Längen bieten dann etwas gemäßigtere Kletterei meist zwischen 6b und 6c. Der Fels ist in der gesamten Tour ziemlich fest und leicht überhängend. Trotz der Schwierigkeit sind die Standplätze in „The Bernards“ sehr bequem und man steht oft angenehm auf einem Absatz. Weitere Infos siehe mdettling.blogspot.com

Via Priz

Etwas mehr alpines Ambiente fanden wir am nächsten Tag. Nach einem genussvollen Espresso im Kaffee am Sellapass ging es für uns an den Piz Ciavazes.

Eigentlich wollten wir den Sporkletter-Klassiker „Roberta 85“ machen. Doch nachdem die Route schon komplett belegt war, entschieden wir uns in die „Via Priz“ einzusteigen. Nach einer etwas seltsamen Plattenlänge mit Grasbewuchs, fanden wir auch hier tolle, steile Klettermeter. Die Absicherung ist allgemein recht gut, es gibt hier aber auch einige Runouts, bei denen man lieber nicht Stürzen sollte.

Die Tour ist recht anhaltend und der Großteil der steilen Seillängen befindet sich zwischen 6b und 7a. Die Schlüsselstelle ist mit 7b angegeben, ein sehr weiter Zug auf eine Leiste wird hier gefordert. Meiner Ansicht nach ist die Schwierigkeit der Crux eher größenabhängig. Leider war die Tour oben sehr nass, so dass wir eine Länge nach der Crux umkehren mussten … Weitere Infos siehe www.walter-hoelzler.de

Tabasko

Dafür hatten wir noch Zeit uns die Tour „Tabasco“ anzuschauen. Als Anhängsel an eine andere Tour kann man diese zwei Seillängen wirklich empfehlen! Anspruchsvolle Plattenkletterei, gewürzt mit einem kleinen Überhäng in der zweiten Länge bietet perfekten Fels. Weitere Infos siehe www.flickr.com

Delenda Carthago

Nach zwei tollen Klettertagem im rauen Fels, kletterten wir an unserem letzten Tag noch dem Genussklassiker „Delenda Carthago“ am kleinen Sellaturm. Der Kalk ist wirklich so gut, wie im Kletterführer beschrieben. Perfekte Lochkletterei gepaart mit einer entspannten Absicherung macht diese Tour zu einer runden Sache. Gerade die zweite Länge ist absolut traumhaft, steil, griffig und technisch zu klettern. Weitere Infos siehe www.allgaeu-plaisir.de

Topos und weitere Infos

Kletterführer „Dolomiti New Age“ klettern-shop.de

Bildgallerie

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